Die meisten Menschen sind darauf bedacht, bei den anderen gut anzukommen und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die Wertschätzung durch die Umgebung verstärkt das Selbstbewusstsein und motiviert, uns zu engagieren und einzusetzen. Bei bestimmten Menschen mit Ich-Defiziten entwickelt sich diese Orientierung nach außen zu einer Abhängigkeit. Sie sind auf positive Rückmeldungen der Umgebung angewiesen, um das eigene Selbstwertgefühl zu regulieren. Sie entwickeln lähmende Ängste, weil sie meinen, dass ihnen diese Anerkennung und Zuwendung in bestimmten Situationen verwehrt bleibt. Tanja, 34 Jahre alt, ledig, ist Angestellte in einem Heim zur Betreuung von Demenzkranken. Jedes Mal, wenn sie mit anderen Menschen in Kontakt tritt und eine Bewertung ihrer Arbeit, ihrer Person oder ihres Verhaltens wahrscheinlich ist, bekommt sie panikartige Angstattacken. Das Herz rast, die Hände zittern, die Beine werden wackelig, sie hat das Gefühl, nicht richtig atmen und sprechen zu können. Ihr wird schwindelig und flau im Magen. Wenn sich das Team trifft, sitzt sie in den hinteren Reihen und beteiligt sich nicht an der Diskussion, aus Angst, sich zu blamieren oder etwas Unpassendes zu sagen. Auch als Kind hatte Tanja Schwierigkeiten, in Gruppen zu sprechen und ihre Hausaufgaben vor der Klasse vorzutragen. Prüfungssituationen waren für sie eine Qual. Ihre Abiturprüfung hat sie nur unter enormer Anstrengung absolvieren können. Nicht, weil das Lernen ihr schwer fiel, sondern weil sie Angst hatte, zu versagen, sich peinlich zu verhalten und von anderen als Versagerin betrachtet zu werden. Das Studium der Pädagogik gab sie auf, weil sie keine Referate vor Gruppen halten konnte. Gefragt nach dem Umgang der Eltern mit ihren schulischen Leistungen in der Kindheit, antwortete Tanja: »Eine gute Note war für meine Eltern etwas Selbstverständliches. Wenn ich aber eine schlechte Note nach Hause brachte, waren sie aufgebracht. Insbesondere meine Mutter. Sie hat mich als dumm und zu nichts nütze bezeichnet. Sie hat mich mit den Kindern ihrer Freundinnen verglichen und mir vermittelt, was für eine Schande ich für die Familie bin. Ab und zu hat sie mich wegen schlechter Leistung auch geschlagen.«
Tanja leidet unter einer sozialen Phobie. Die davon Betroffenen fallen kaum auf. Sie sind nett, freundlich, leben oft zurückgezogen. Sie fürchten sich, in sozialen, beruflichen und sonstigen Leistungssituationen kritisiert und abgelehnt zu werden. Meistens löst die bloße gedankliche Beschäftigung mit der Situation starke Angstsymptome aus. Die Angst ist sehr stark, so dass sie solche Situationen vermeiden oder nur mit großem Unbehagen ertragen. Sie wissen, dass ihre Ängste übertrieben sind, können aber ihr Verhalten nicht kontrollieren. Im Vordergrund steht ihre Angst, dass die körperlichen Symptome, wie Erröten, Schwitzen und Zittern, von anderen wahrgenommen und negativ bewertet werden. Sie haben Angst, unangenehm aufzufallen oder mitten im Gespräch nichts mehr sagen zu können. Die zwischenmenschlichen Kontakte mit fremden Menschen oder mit dem anderen Geschlecht sind eingeschränkt, weil sie Angst haben, sich ungeschickt zu verhalten. Die Ängste treten stärker auf, wenn Interaktionen mit Personen stattfinden, die für das Selbstbewusstsein der Betroffenen, wichtig sind. Sozialphobiker haben es in unserer Ellenbogen-Gesellschaft schwer. Aus Angst, abgelehnt und nicht geliebt zu werden, können sie ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht vertreten, sich nicht abgrenzen und Nein sagen.
Ursachen
Bei der Mehrheit der Sozialphobiker liegen frühkindliche Bindungsstörungen vor. Ohne elterliche Anerkennung ist ein gesunder Selbstwert nicht möglich. Die lähmenden Ängste im Erwachsenenalter entspringen einem niedrigen Selbstwertgefühl. Häufig haben die Betroffenen ihre Eltern als kontrollierend, überkritisch oder im Gegenteil überbehütend erlebt. Ablehnung, Abwertung und Kritik in der
Kindheit gehen in Fleisch und Blut über. Viele Betroffene leben sozial isoliert, obwohl sie sich so sehr nach Kontakten mit anderen Menschen und deren Zuwendung sehnen. Sie haben Schwierigkeiten, nach einem Partner zu suchen, aus Angst abgelehnt zu werden. Sie überfordern sich selbst und den anderen, indem sie schon beim ersten Treffen bedingungslose Akzeptanz erwarten, was häufig zu Enttäuschungen führt. Außerdem betrachten sie den Partner nicht selten als Retter, um die sozialen Ängste loszuwerden. Das kommt einer Überforderung der Beziehung gleich. Wenn sie sich in einer festen Beziehung befinden, versuchen sie die eigene soziale Unzulänglichkeit durch die Fixierung auf den Partner zu kompensieren, was wiederum häufig zum Scheitern der Beziehung führt. Die soziale Isolation mündet nicht selten in eine Depression. Die Angst vor Ablehnung und die negative Einstellung zu sich selbst führt bei vielen Betroffenen zu sexuellen Funktionsstörungen. Auch Kinder können soziale Phobien entwickeln. Sie äußern sich in Form von Schulphobie oder Prüfungsängsten. Die Ängste beeinträchtigen ihre Leistung. Trotz höherer Intelligenz schneiden die betroffenen Kinder in Prüfungssituationen schlecht ab. Eltern von Kindern ab dem 14. Lebensjahr sollten aufmerksam werden, wenn das Kind plötzlich vor jedem Schultag Beschwerden wie Bauch- und Kopfschmerzen bekommt. Dann kann soziale Phobie eine Ursache sein.
Therapie
Gefragt nach ihren bisherigen Bemühungen, mit ihren sozialen Ängsten zurechtzukommen, sagte Tanja: »Auf die Prüfungen habe ich mich tage- und nächtelang vorbereitet und alles bis ins Detail gelernt. Trotzdem waren meine Leistungen nicht immer berauschend. Wenn ich vor der Gruppe sprechen musste, habe ich dunkle weite Kleidung angezogen, damit die Leute mein Schwitzen nicht sehen. Um das Erröten zu vertuschen, habe ich mich immer stark geschminkt. Es war aber sehr schwierig, das Zittern und Erröten zu kontrollieren. In jeder Situation, wo ich etwas vortragen musste, war ich nur mit meinen körperlichen Reaktionen beschäftigt. Dadurch konnte ich mich auf mein eigentliches Vorhaben nicht konzentrieren. Mit der Zeit sind meine Ängste intensiver geworden. Ich war nicht mehr in der Lage, mich adäquat auf meine Referate und Prüfungen vorzubereiten.«
Der erste Schritt in der Therapie war, Tanja zu ermutigen, ihre Ängste zuzulassen und sie nicht mit aller Kraft zu kontrollieren. Bei der Therapie sozialer Ängste geht es nicht darum, ohne Angst zu leben, sondern trotz Angst das zu tun, was einem wichtig ist. Ständig gegen die Ängste anzukämpfen, führt nur zu Überforderung und verstärkt die Symptome. Tanja hat gelernt, ihren Ängsten offen zu begegnen und mit ihnen in Dialog zu treten. Die Akzeptanz der eigenen Ängste bedeutet nicht, vor ihnen zu resignieren, sondern auf die kräfteraubenden erfolglosen Kontrollversuche zu verzichten. Des Weiteren war es wichtig, Tanja darüber aufzuklären, dass die Angst als Gefühl zur Entstehung der vegetativen Reaktionen wie Zittern, Schwitzen und Erröten führt und dass diese körperlichen Reaktionen nicht kontrolliert werden können, weil sie eben vegetativ gesteuert sind. Tanja investierte, wie bereits beschrieben, viel Zeit und Mühe, ihr Erröten, Schwitzen und Zittern zu kontrollieren oder sich auf Gespräche und Leistungssituationen aufwendig vorzubereiten. Dies nennt man in der Psychologie »Sicherheitsverhalten«. Es verhindert spontane Erfahrungen und stabilisiert die Störung. Wenn die Betroffenen in bestimmten Situationen erfolgreich waren, führen sie ihre Erfolge auf das Sicherheitsverhalten zurück und nicht auf ihre eigenen Kompetenzen.
Deshalb war es für Tanja wichtig, alle Maßnahmen, die der Angstreduktion in sozialen Situationen dienen, zu unterlassen. Die Erklärung der Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen, Verhaltensweisen und physiologischen Reaktionen war notwendig, damit sie ihr Leiden versteht und den Sinn der eingeleiteten Therapieschritte nachvollziehen kann. Selbstverständlich muss im Rahmen der Therapie immer individuell vorgegangen werden. Der Therapeut muss mit dem Patienten gemeinsam herausarbeiten, ob tatsächlich soziale Defizite vorliegen oder nicht. Beim Vorhandensein dieser sozialen Defizite ist es ratsam, ein Training der sozialen Kompetenzen und Fertigkeiten in Betracht zu ziehen. Dies war bei Tanja nicht der Fall. Ihre Therapie bestand aus drei Elementen:
1. Stärkung des Ichs
Stärkung des Ichs und des Selbstwertgefühls durch Ausloten und Aktivieren der vorhandenen persönlichen Ressourcen. Gemeinsam haben wir uns auf die Suche gemacht, um folgende Fragen beantworten zu können: Was macht ihre Person aus, was sind ihre Stärken, ihre Schwächen, was hat sie bis jetzt in ihrem Leben gut gemacht? Was macht sie auch jetzt gut? Welche Rückmeldungen bekommt sie tagtäglich in Bezug auf ihre Arbeit? Welche positiven Rückmeldungen bekommt sie außerhalb der Arbeit? Tanja konnte sich dadurch ein realistisches Selbstbild von sich machen und nicht nur auf die Defizite fixiert bleiben. Weiterhin wurde sie ermutigt, ihren Kollegen am Arbeitsplatz Komplimente zu machen und zu loben. Am Anfang wurde das »Wie und Wann« in den Therapiesitzungen besprochen. Danach war es wichtig, dass Tanja selbst experimentiert. Dadurch fällt es ihren Kollegen leichter, sie zu loben und ihr Komplimente zu machen. Durch die Aktivierung der eigenen Ressourcen konnte Tanja die Einsicht gewinnen, dass ihre Person auch liebenswerte Facetten umfasst. Es wurde eine gewisse Stabilität der Ich-Funktionen erreicht. Tanja hat angefangen, ihre negativen Denkmuster, wie zum Beispiel »Ich bin dumm und ungeschickt«, »Ich tauge sowieso nichts«, »Alle anderen sind attraktiver und kompetenter als ich«, zu hinterfragen, so dass wir zum nächsten Schritt übergehen konnten.
2. Konfrontation
Konfrontationstherapie nach dem Prinzip »Da, wo die Angst ist, da geht es lang«. Um unsere Ängste bewältigen zu können, müssen wir uns ihnen stellen. Vermeidung bewirkt deren Stabilisierung und ist für unsere persönliche Entwicklung hinderlich. Alle Situationen, die bei Tanja Angst auslösen, wurden herausgearbeitet: eine kleine Rede vor der Gruppe zu halten, eigene Meinung in der Gruppe zu äußern, Aufgaben zu übernehmen, die ihr ermöglichen, auch im Beisein ihres Chefs eine Rede vor der Gruppe zu halten.
Zwei Situationen waren für sie therapeutisch von besonderer Bedeutung: eine Rede vor den Arbeitskollegen und dem Chef vorzutragen und über die Schwierigkeiten im Arbeitsalltag vor dem Team im Rahmen der Supervision einen kleinen Vortag zu halten. Wir haben beide Situationen in den Sitzungen vorbereitet. Mit Tanja wurde vereinbart, dass sich die Vorbereitungen nur auf Therapiestunden begrenzen, damit sich daraus kein Selbstsicherheitsverhalten entwickelt. Tatsächlich konnte Tanja, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums ihrer Firma, eine Rede von 10 Minuten vor dem gesamten Team und im Beisein ihres Chefs halten.
Tanja beschreibt ihre Gedanken und Gefühle: »Ich war so nervös und habe am ganzen Körper gezittert. Am Anfang habe ich Schwierigkeiten gehabt, meine Gedanken zu sammeln und in Worten auszudrücken, aber nach einer Weile fühlte ich mich entspannter. Mein Zittern hat nachgelassen und meine Aufmerksamkeit war nur auf meine Rede fokussiert«. Dies ist ein normales Phänomen bei der Konfrontationstherapie. Anfangs steigt die Intensität der Angst stark, um nach einer Weile zu sinken, und die körperlichen Symptome der Angst lassen nach. Dies nennt man »Habituation«. Trotzdem war Tanja von ihrer Leistung nicht überzeugt. Deshalb habe ich sie gebeten, die Kollegen nach ihrer Meinung zu fragen. Dadurch konnte die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung herausgearbeitet werden. Sie konnte feststellen, dass sie sich selbst zu hohe Maßstäbe setzt, dass sie gar nicht so schlecht ist, wie sie denkt. Im Laufe der Therapie wurde Tanja ermutigt, sich spontan in ihrem Team zu äußern, ohne vorherige Vorbereitungen.
Jeder kleine Erfolg wurde im Rahmen der Sitzungen herausgestellt und unterstrichen. Tanja konnte in kurzer Zeit ihre neurotischen Ängste bewältigen.
Im Allgemeinen stellt die Konfrontation und die Änderung der negativen Denkmuster das Herzstück der Therapie sozialer Phobie dar, um den neurotischen Teufelskreis zu unterbrechen. Schon Freud forderte, dass sich Phobiker ihren Ängsten stellen müssen. Er sprach aus Erfahrung, weil er selbst seine Ängste durch Konfrontationen zu bewältigen gelernt hatte. Damit die therapeutische Arbeit in die Tiefe gehen kann, ist es wichtig, die Funktion dieser Ängste herauszufinden. Die neurotischen Ängste, und dazu gehört auch die soziale Phobie, sind ein Hinweis darauf, dass bestimmte Erfahrungen oder Konflikte im Leben nicht richtig verarbeitet wurden. Die Entwicklung der Symptome ist sozusagen die momentan bestvorhandene Bewältigungsstrategie der belastenden Konflikte und Erfahrungen.
3. Das innere Kind heilen
Das verletzte innere Kind heilen: Tanja konnte ihrer Mutter nicht verzeihen. Über die negativen Kindheitserfahrungen wird in der Familie im Allgemeinen nicht gesprochen. Die Mutter ist krank. Tanja kümmert sich um sie. Tanja: »Es kostet mich viel Kraft, so zu tun, als ob es nicht geschehen wäre. Jede Begegnung mit meiner Mutter erinnert mich an die Erniedrigungen und ihre Kaltherzigkeit in der Kindheit. Aber ich traue mich nicht, das Ganze anzusprechen, weil ich Angst habe, sie zu belasten oder dass unsere Beziehung nicht mehr funktioniert«. Nach Absprache mit Tanja habe ich die Mutter zu einer Sitzung zu dritt eingeladen. Tanja wurde ermutigt, ihre Kindheitserfahrungen zu thematisieren. Die Mutter war sehr bewegt, aber gleichzeitig überrascht. Sie erklärte, dass sie nicht wusste, dass ihr Verhalten solche tiefen Wunden hinterlassen hätte. Im Rahmen von drei Sitzungen haben Mutter und Tochter die negativen Erfahrungen reflektieren können. Der Prozess war schmerzhaft, aber notwendig, um die Beziehung auf solide Beine stellen zu können. Die Mutter hat sich mehrere Male entschuldigt und um Verzeihung gebeten. Die beiden haben sich versprochen, diese Erfahrungen weiterhin zu thematisieren. Ich glaube, sie sind auf dem richtigen Weg, eine versöhnliche Beziehung aufzubauen und neue korrigierende Erfahrungen zu machen.
Als ersichtlich war, dass Tanja aus der Opferrolle gekommen war und dass sie keine massiven Schwierigkeiten mehr hatte, sich in Gruppen zu äußern oder sich mit fremden Menschen zu unterhalten, wurde die Therapie beendet. Tanja kann sich jetzt selbst helfen und braucht keine fremde Unterstützung mehr, um ihren Alltag zu bewältigen. Sie denkt daran, ihr Studium wieder aufzunehmen.
„Der Gesundheitsberater“, Juli 2015


Lena Högemann, Jahrgang 1982 und Mutter zweier Töchter, arbeitet als Journalistin, Autorin und Podcasterin in Berlin. Im vergangenen Jahr erschien ihr Buch „So wollte ich mein Kind nicht zur Welt bringen! – Was Frauen über eine selbstbestimmte Geburt wissen müssen„.
Michael Steinbrecher, Jahrgang 1965, absolvierte zwischen 1985 und 1992 sein Journalistik-Studium an der Universität Dortmund, wo er auch im Jahr 2008 promovierte. Er war in zahlreichen Sendungen als Moderator tätig („Doppelpunkt“, „Das aktuelle Sportstudio“, „37 Grad Plus“, „Steinbrecher &…“ sowie bei Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen). 2015 übernahm er von Gerd Backes die Moderatoren-Position der SWR-Talksendung „Nachtcafé“. Als Journalist, Autor und Wissenschaftler hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten u.a. den Grimme-Preis, den Get Abstract International Book Award und den Alexis de Tocqueville Award sowie den Internationalen Preis für Demokratieforschung der World Association for Public Opinion Research (WAPOR).
Steffi Abu Salah ist Vermessungsingenieurin und Teamleiterin bei einem Netzbetreiber. Im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus hat sie die Ausbildung zur Gesundheitsberaterin GGB absolviert und mit einer Ausbildung als NLP-Coach ergänzt.
Frank J. Bündgen hat über 20 Jahre Berufserfahrung im Vertrieb und in der Führung von Mitarbeitern gesammelt. 2017 kam der Berufs- und Branchenwechsel und die Ausbildung zum pädagogisch-therapeutischen Medienberater. Seitdem hat er europaweit an über 400 Schulen über die wichtigen Themen der Digitalisierung referiert. Frank J. Bündgen ist 53 Jahre alt und hat zwei Kinder im schulpflichtigen Alter.
Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz war von 1987 bis 1991 Russland-Korrespondentin der ARD und moderierte anschließend bis 1997 den ARD-Kulturweltspiegel. Von 2011 bis 2022 war sie Professorin für TV und Journalistik an der Hochschule Iserlohn.
Bastian Barucker, Jahrgang 1983, ist ausgebildeter Wildnispädagoge, Prozessbegleiter und war Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen in Deutschland.
Den musikalischen Beitrag dieser Tagung gestaltet die Sängerin Lisa Wittig zusammen mit der Harfenistin Emily Hoile.
Raúl Krauthausen ist Inklusions-Aktivist, Gründer der SOZIALHELDEN und studierter Kommunikationswirt. Sein Einsatz in den Bereichen Inklusion und Soziales Engagement wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Er moderiert verschiedene Talkformate und Podcasts und hat mehrere Bücher veröffentlicht.
Dr. phil. Mathias Jung, 1. Vorsitzender der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung, seit vielen Jahren als Gestalttherapeut im Dr-Max-Otto-Bruker-Haus tätig und Autor von über 60 Büchern zu Paartherapie, Sucht und Sinnsuche, spricht in seinem Vortrag über das Thema seines im November 2025 veröffentlichten Buches „Kann man auch Liebe finden?“.
Dr. med. Jürgen Birmanns, Arzt im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V.,, gestaltet den traditionellen „Ärztlichen Rat aus ganzheitlicher Sicht“. Darin geht er auf persönliche Fragen der Tagungsgäste zu Krankheit und Gesundheit ein und gibt wertvolle Hinweise zu Prävention und ganzheitlichen Therapiemethoden.
Den musikalischen Ausklang gestalten Matthias Lück (Gitarre und Gesang) und Karl-Heinz Schwikowski (Kontrabass). Matthias Lück ist Theologe und Therapeut und beschreibt sich selbst als „suchend, fragend und singend auf dem Weg durch das Leben“. Heinz Schwikowski ist Bildhauer, Theatermacher und Musiker.
Klaus Scheidsteger hat nach seinem Journalistik-Studium in Dortmund und einem Volontariat beim WDR Köln im Ausland Erfahrungen mit ersten TV-Produktionen als freier Autor und Produzent gesammelt. Ab 1985 hat er mit einer eigenen Produktionsgesellschaft TV-Reportagen, Dokumentation und Industriefilme produziert. Seit 2004 widmet er sich als Autor und Produzent von Dokumentarfilmen dem Thema Mobilfunk.
Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, Arzt, Wissenschaftler und Bestsellerautor sowie emeritierter Lehrstuhlinhaber für Radiologie und Mikrotherapie der Universität Witten/Herdecke, setzt sich seit Jahrzehnten für medizinische Aufklärung und Prävention ein. Er ist leidenschaftlicher Verfechter der Weltmedizin, die die zentralen Heilmethoden unterschiedlicher Kulturen zusammenführt und in Natur- und Schulmedizin integriert.
Birgit Schäfers, ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte, war viele Jahre als Büro-Teamleiterin in verschiedenen Branchen tätig. Seit mehreren Jahren ist sie schwerbehindert aufgrund von Gesundheitsschäden durch Brustimplantate, die sie nach starker Gewichtsabnahme sechs Jahre lang (2010 bis 2016) in sich trug. Im Jahr 2016 hat sie den Aufbau der deutschsprachigen Aufklärungsarbeit zu diesem Thema gestartet und begleitet seit mehreren Jahren ehrenamtlich Tausende erkrankter Frauen als Initiatorin, Gründerin und 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Krank durch Brustimplantate – Wir helfen e.V.“ mit medizinischem und psychologischem Rat.
Frank Wittig studierte Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Psychologie an der Universität Mainz mit anschließender Promotion. Seit 1996 ist er als Autor und Redakteur in der Abteilung Wissenschaft des Südwestrundfunks beschäftigt. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter für Wissenschaftsjournalismus, Veranstaltungsmoderator (Technik, Medizin und Biowissenschaften) sowie Autor mehrerer Spiegel-Bestseller.
Dr. med. Andreas Meißner, seit über 20 Jahren niedergelassener Psychiater und Psychotherapeut in München, hat sich in etlichen Fachartikeln mit den Themen elektronische Patientenakte (ePA) und der dafür notwendigen Telematikinfrastruktur (TI) beschäftigt. In diesem Jahr ist auch ein Buch von ihm dazu veröffentlicht worden.
Nach ihren langjährigen Tätigkeiten als Tierärztin in eigener Praxis und Weiterbildungsdozentin für Tierärzte und tiermedizinische Fachangestellte, engagiert sich Dr. med. vet. Gaby Neumann seit 2017 hauptberuflich als Wissenschaftliche Referentin und Pressesprecherin bei „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ für die Abschaffung von Tierversuchen.
Adrian A. Wenzel hat nach seinem Musikstudium und Engagements in verschiedenen Kulturorchestern ein Studium der Humanmedizin an der TU-München absolviert, sowie zusätzlich eine Ausbildung in klassischer Homöopathie. Aktuell ist er in der allgemein-internistischen Abteilung eines der kleinsten Krankenhäuser Deutschlands im südöstlichen Oberbayern tätig und betreibt eine Privatpraxis für Homöopathie und Ganzheitsmedizin.
Dr. theol. Eugen Drewermann, Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller, wurde1966 zum Priester geweiht. 2005 trat er nach voriger Suspension als Priester aus der Kirche aus. Seitdem nimmt der gefragte Redner, überzeugte Pazifist und erfolgreiche Autor immer wieder kritisch Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen.
Musik war schon immer die große Leidenschaft von Partysänger Phil Spass aus Köln. Im Alter von 6 Jahren erlernte er das Orgelspiel und seit seinem zwölften Lebensjahr spielt er Klavier. Angefangen mit klassischen Kompositionen begann er noch als Kind eigene Lieder zu schreiben und zu singen.
Stephan Illi, ausgebildeter Landwirt, Agraringenieur und Organisationsentwickler, ist Vorstand der Kulturland-Genossenschaft, die Land für kleinere und mittlere Biohöfe sichert. Er war viele Jahre Vorstand im Demeter-Verband und Berater für Demeter-Höfe in Bayern.
Dr. phil. Mathias Jung, 1. Vorsitzender der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung, langjähriger Gestalttherapeut und Autor von über 60 Büchern zu Paartherapie, Sucht und Sinnsuche, spricht im Abschlussvortrag der Tagung über die Inhalte seines neuen Buchs „Segel setzen – Das Wunder der Wandlung“.
Dr. med. Jürgen Birmanns, Arzt im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V., und Dipl.-Psych. Hassan El Khomri, Psychologischer Psychotherapeut und Gesundheitsberater GGB, gestalten gemeinsam den traditionellen „Ärztlichen und Psychotherapeutischen Rat aus ganzheitlicher Sicht“. Darin gehen sie auf persönliche Fragen der Tagungsgäste zu Krankheit und Gesundheit ein und geben wertvolle Hinweise zu Prävention und ganzheitlichen Therapiemethoden.
Die Koblenzer Klinikclowns besuchen ehrenamtlich kranke Kinder im Krankenhaus und pflegebedürftige Menschen in Seniorenheimen, um Leichtigkeit und Lebensfreude in den normalen Alltag der Kliniken und Heime zu bringen. Das „Programm“ ist jedoch nicht einstudiert, sondern entsteht aus der jeweils vorgefundenen Situation durch Improvisation unter Einbezug der Kinder bzw. Senioren. Dafür besuchen die Mitglieder des Vereins regelmäßig Clownschulen in ganz Deutschland. Das Miteinander im Spiel mit den Clowns schafft eine gesundheitsfördernde Atmosphäre, aktiviert die Selbstheilungskräfte und unterstützt den physischen und psychischen Genesungsprozess.
Christof Jauernig, studierter Diplom-Betriebswirt und viele Jahre im Bankenbereich tätig, ist im Zuge einer Sinn- und Lebenskrise ein halbes Jahr mit dem Rucksack durch Südostasien gereist – ohne Plan für danach. Seit seiner Heimkehr ist er zum bundesweit tourenden multimedialen Erzähler und Autor geworden. In sechzig deutschen Städten hat er die Glücksmomente von über 1.000 Menschen eingesammelt.
Gebhard Rossmanith, Diplom-Ingenieur im Fachgebiet Gartenbau und nach dem Studium 20 Jahre praktizierender Demeter-Gärtner, war 2001 bis 2022 Vorstandsvorsitzender der Bingenheimer Saatgut AG und ist seit Juli 2022 selbstständig tätig als Berater für ökologisches Saatgut und Züchtung.
Ulla Holm-Cöllen, Diplom Pädagogin und Heilpraktikerin, und ihr Ehemann Michael Cöllen, Diplom-Psychologe und Begründer der Paar-Synthese, weisen in ihrem Vortrag „Wieviel Ich erträgt das Wir? – Die Not in der narzisstischen Paardynamik“ auf die Zunahme der krisenhaften Folgen von gesteigertem narzisstischem Selbstverständnis im Mikrokosmos des Paares und ebenso im Makrokosmos von Politik und Gesellschaft.
Petra Rösner, seit 1989 staatlich geprüfte und zertifizierte Diätassistentin und seit 2002 Gesundheits- und Kneippberaterin GGB, ist seit 2011 selbstständig, referierte mehr als 10 Jahre in der Hochgrat-Klinik Wolfsried im Allgäu zum Thema vitalstoffreiche Vollwertkost und ist zudem als Fachkraft für soziale Betreuung in der Behindertenhilfe tätig.
Prof. Dr. med. Jost Langhorst ist seit 2019 Chefarzt der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde am Klinikum Bamberg und hat seit 2020 den Stiftungslehrstuhl für Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen am Klinikum Bamberg inne.
Prof. Dr. Gerd Bosbach war nach seinem Mathematikstudium und seiner Promotion in Wirtschaftsstatistik als Politikberater in Bonn für das Statistische Bundesamt tätig, sowie für die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung. Seine Forschungsschwerpunkte als Professor waren Demografie-Irrtümer, die Finanzierung des Gesundheitswesens und Lügen mit Statistiken in unterschiedlichen Bereichen.
Ulrich Koch, Arzt mit Zusatzbezeichnung Homöopathie, ist in der Weiterbildung und Supervision homöopathischer Ärzte engagiert und setzt sich mithilfe zahlreicher Veröffentlichungen für eine zeitgemäße Verbreitung seines Spezialgebiets ein. Die derzeitige Diffamierung der Homöopathie im öffentlichen Diskurs sieht er als durch Interessengruppen motiviert und möchte dieser in seinem Vortrag „Homöopathie – Sanfte Heilkunde oder Pseudomedizin?“ mit einer kritischen Würdigung der aktuellen Studienlage begegnen.
Dr. phil. Mathias Jung, 1. Vorsitzender der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung, langjähriger Gestalttherapeut und Autor von über 60 Büchern zu Paartherapie, Sucht und Sinnsuche, spricht zum Thema „Der Froschkönig – Glück und Zähneklappern der Liebe“. Ausgehend von der Frage „Wie lernen wir Liebe?“ analysiert er das Märchen „Der Froschkönig“, eine turbulente Slapstickkomödie mit tragischen Untertönen, in der es um die Aufarbeitung kindlicher Traumata, neurotischer Beziehungsmuster und sexueller Störungen geht.
Prof. Dr. Antônio Andrioli, Agrartechniker mit Master in Erziehungswissenschaften und Berater des brasilianischen Bundesministeriums für Agrarentwicklung und Familienlandwirtschaft, kämpft seit Jahrzehnten für die Eindämmung der Gentechnologie mit ihren verheerenden Auswirkungen. Unter dem Titel „Gentechnik – Die patentierte Zerstörung“ wird er die Folgen der weitreichenden Expansion gentechnisch veränderter Organismen (GVOs) erläutern und aufzeigen, welchen massiven Einfluss wirtschaftliche Interessengruppen auf Wissenschaft, Gentechnikforschung und politische Entscheidungsträger haben.
Ellen Rohring, Fachanwältin für Steuerrecht, spezialisierte sich während der Corona-Zeit auf verwaltungsrechtliche und bußgeldrechtliche Verfahren rund um die Impfnachweispflicht. Aktuell betreut sie etwa 1000 Mandanten in diesem Bereich und wird in ihrem Vortrag „Masern-Nachweispflicht – Rechtslage und juristische Erfahrungsberichte aus der Praxis“ von Erkenntnissen und neuen Entwicklungen aus ihrer anwaltlichen Tätigkeit berichten.
Dr. med. Andres Bircher ist Ärztlicher Leiter des Medizinischen Zentrums Bircher-Benner in Braunwald, welches er gründete, um die herausragenden Erkenntnisse seines Großvaters Dr. med. Maximilian Bircher-Benner zu bewahren. Er wird die große Bedeutung der Lehre Bircher-Benners für eine moderne Medizin erläutern und mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bestätigen, welche entscheidende Rolle die Lebendigkeit der Nahrung in Verhütung und Therapie heutiger Krankheiten einnimmt. Unter dem Titel „Maximilian Bircher-Benner – Ein Leben auf der Suche nach der Wahrheit“ zeigt er Wege für ein neues Arzt-Sein und eine neue medizinische Wissenschaft auf.
Dr. med. Ronja Lutz, 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V., wirft in ihrem Vortrag „Der Welt-Zucker-Betrug – 6 Jahrzehnte zwischen Desinformation und Korruption“ ein Schlaglicht auf PR- und Korruptions-Kampagnen der Zuckerindustrie, die eine flächendeckende Aufklärung über die Gefahren des Fabrikzuckers erfolgreich verhindern. Unter einem Mantel aus Fehlinformation, Diffamierung und gezielter Bestechung versteckt die Zuckerindustrie bis heute die Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Fabrikzucker und der Entstehung zahlreicher schwerwiegender Erkrankungen.
Prof. Dr. Uwe Leprich, Mitgründer des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES), war jahrelang in den Bereichen Energiewende und Klimaschutz beratend für die Bundesregierung tätig. In seinem Beitrag „Patient Erde – Diagnose Klimafieber?“ wird er der Frage nachgehen, wie die Verbindung von Erderwärmung und zunehmenden Naturkatastrophen wissenschaftlich beurteilt und wie den damit verbundenen Herausforderungen und noch bestehenden Unsicherheiten Rechnung getragen werden kann. Nach dem Vortrag besteht für das Publikum vor Ort die Möglichkeit dem Referenten Fragen zu stellen.
Prof. Dr. Dominikus Bönsch, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, ist Vorstandsmitglied des Vereins MEZIS – Initiative „Mein Essen zahl‘ ich selbst“ e.V., der sich seit über zwei Jahrzehnten unermüdlich für Transparenz im Gesundheitswesen einsetzt. Unter dem Titel „Korruption im Gesundheitswesen – Mein Essen zahl‘ ich selbst!“ wird Prof. Bönsch vielfältige Mechanismen der Einflussnahme der Pharmaindustrie auf die alltägliche medizinische Praxis und das Verschreibungsverhalten von Ärztinnen und Ärzten erläutern.
Günter Wallraff, der bekannteste investigative Journalist Deutschlands, bildet den Auftakt unserer Gesundheitstage – der Mann, der von sich sagt: „Weiter werde ich mir unermüdlich Masken aufsetzen, mich suchen und in einem vor mir verbergen. Wenn ich mich gefunden habe, werde ich mich verlassen.“ Seit fast 60 Jahren deckt Günter Wallraff gesellschaftliche Missstände wie Ausbeutung, Rassismus oder Unterdrückung auf. In seinem Beitrag „Der Aufklärer – Im Einsatz für Menschenrechte und gegen Machtmissbrauch“ mit anschließendem Interview wird er Schlüsselmomente aus seiner langjährigen Tätigkeit als Enthüllungsjournalist teilen, mit welcher er laut „Spiegel“ die „Republik verändert“ und „Millionen von Menschen bewegt“ hat.
Dirk Gemein ist Soziologe, Philosoph und Achtsamkeit-Coach. Er arbeitet zudem als sozial-psychologischer TV-Experte für RTL und n-tv. Nach Aufenthalten in buddhistischen Klöstern in Thailand, Laos, Kambodscha, Frankreich und Deutschland, gründete er auf dem Klostergut Besselich in Urbar sein eigenes Achtsamkeits-Zentrum. Dort bietet er neben Seminaren auch Coaching für Unternehmen, vom DAX-Konzern bis hin zur KiTa, an.
Dr. phil. Mathias Jung wird ein Interview mit Dr. med. Jürgen Birmanns, Dipl.-Psych. Hassan El Khomri und Dr. med. Ronja Lutz führen.
Dr. med. Stefan Schmidt-Troschke ist antroposophisch orientierter Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. Von 2003 bis 2013 war er ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke. Mittlerweile arbeitet er in eigener Niederlassung und ist Geschäftsführer des Bürger- und Patientenverbandes GESUNDHEIT AKTIV e.V. Im Jahr 2018 hat er zudem das Bürger:innenbündnis „weil´s hilft – Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam“ initiiert und bemüht sich im Zusammenhang mit dieser Arbeit sowie seinem Amt als geschäftsführender Vorstand der Organisation Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. um bessere Bedingungen für eine am ganzen Menschen orientierte, integrative Medizin.
Birgit Schattling ist Balkonbotschafterin des Vereins „Natur im Garten International“, Veranstalterin von bislang zwölf Online-Bio-Balkon-Kongressen und Jurorin beim Pflanzwettbewerb „Deutschland summt!“. 2018 wurde ihr der Medienpreis der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. verliehen, 2017 und 2019 war sie für den „European Award for Ecological Gardening“ nominiert und ebenfalls im Jahr 2017 erhielt sie beim Grüne-Liga-Wettbewerb „Giftfreies Gärtnern“ einen Sonderpreis für Gärtnern auf kleinstem Raum.
Moritz Schad ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. Als Oberarzt leitet er die gastroenterologische Endoskopie an einem Klinikum der Maximalversorgung in Bayern. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG e. V.), im Klimaschutz-Netzwerk der Gesundheitsberufe Health for Future engagiert und gründete mit Kollegen 2019 dessen Ortsgruppe in Koblenz.
Dr. med. Ellis Huber, ehemaliger Präsident der Berliner Ärztekammer, leitet seit 2007 als Vorsitzender den Berufsverband der Präventologen e. V. mit einem umfassenden Bildungsangebot. Seit 1994 ist er zudem Mitglied im Vorstand des PARITÄTISCHEN, LV Berlin e. V., einem Netzwerk von 800 eigenständigen und gemeinnützige Organisationen aus Bereichen wie Bildung, Kinder-, Jugend-, Alten- und Familienhilfe, ambulante und stationäre Pflege, soziale und psychosoziale Versorgung sowie der Gesundheitsförderung und -versorgung.
StereoDrama ist eine 2007 gegründete deutsche Alternative Rock-Band aus Karlsruhe mit englischen und spanischen Texten, die bereits mehrere EPs und Alben veröffentlicht hat. Seit 2009 sind StereoDrama auf Bühnen in Deutschland und umliegenden Ländern unterwegs. Bereits zwei Mal tourten sie durch Ecuador, das Heimatland ihres Sängers Christian Gellibert.
Dr. phil. Notker Wolf OSB Abtprimas em. ist studierter Philosoph, Theologe und Naturwissenschaftler. 1968 wurde er zum Priester geweiht. Er war von 1977 bis 2000 Erzabt von St. Ottilien und gleichzeitig Abtpräses der weltweiten Ottilianer Benediktinerkongregation, sowie von 2000 bis 2016 Aptprimas der Benediktinischen Konföderation. Er ist Autor mehrerer Bestsellerbücher. Aktuell lebt er wieder in seinem Benediktinerorden in St. Ottilien.
Dr. med. Jürgen Birmanns, Arzt im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. und Dipl.-Psych. Hassan El Khomri, Psychologischer Psychotherapeut und Gesundheitsberater GGB, veranstalten gemeinsam den traditionellen „Ärztlichen und psychotherapeutischen Rat aus ganzheitlicher Sicht“. Darin gehen sie auf zahlreiche persönliche Fragen der Tagungsgäste ein und geben wertvolle Hinweise zu Prävention und ganzheitlichen Therapiemethoden.
Wenn man an chronische Schmerzen denkt, stehen die täglichen Schmerzen im Vordergrund. Der Schmerz jedoch ist ein Rudeltier und erscheint meist nicht allein, sondern bringt gleich einige Komplizen mit – die Begleiterscheinungen einer Erkrankung wie Angst, Schmerzgedächtnis, Ungewissheit und Co. Anfangs sind die Begleiterscheinungen nur Nebendarsteller, mit der Zeit jedoch nehmen sie immer wichtigere Rollen ein, bis sie das Geschehen im Leben „ihres“ Patienten bestimmen. Diese Komplizen lernte Samira Peseschkian in ihrer Zeit als Schmerzpatientin sehr gut kennen und stellte sich Fragen wie: Wie funktioniert überhaupt Schmerz? Was passiert im Gehirn, wenn ich Angst habe? Hat mein Körper mir vor Ausbrütung der Krankheit Warnzeichen gegeben?
Angst wurde hinsichtlich der Corona-Pandemie politisch-medial permanent geschürt! Aus welchen Gründen? Diese Panikmache hat in sehr vielen Menschen latente Ängste aus entwicklungspsychologischen Störungen und realen sozialen Belastungen aktiviert. Das hat zu einer massenpsychologischen Gesellschaftspathologie (Normopathie) geführt; mit den primitiven Abwehrmechanismen der Spaltung und Projektion mit zunehmender psychosozialer Destruktivität von Denunziation, Diffamierung, Hass und Hetze. „Beziehungskultur“ kann eine wesentliche Hilfe gegen Ängstigung und Spaltung sein!
Noch immer denken die meisten Menschen, Sie seien Ihren Genen und damit dem unbeeinflussbaren Erbe ihrer Eltern und Großeltern hoffnungslos ausgeliefert. Doch die neue Wissenschaft der Epigenetik lehrt: Unsere Gesundheit ist keine Frage des Schicksals. Wir sind keine Marionetten unserer Gene! Gesundheit ist ein Prozess, mit dem wir Tag für Tag, Stunde für Stunde in die Steuerung unserer Gene eingreifen. Dieser Prozess ist wandelbar und er enthält Botschaften, die über Generationsgrenzen hinweg reichen. Unsere Gesundheit hat also bereits bei den Großeltern begonnen, und wir geben sie an unsere Kinder und Enkel weiter.
Dr. Henning wird das Konzept und die Struktur des Lahnsteiner Heilwaldes darlegen und die medizinischen Informationen zur Prävention und Therapie, sofern schon vorhanden, verständlich erläutern. Der Wald ist nicht nur Patient, wie wir in letzter Zeit immer wieder hören, er ist auch Therapeut!
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet scheinbar grenzenlos und unaufhaltsam voran. Vor allen Dingen die sogenannten „digital natives“, die jungen Menschen, die bereits im jungen Alter den Umgang mit Smartphone, Tablet und Co pflegen, sind häufig schon als Jugendliche „handysüchtig“. Wie gehen wir zukünftig mit der Sucht unserer Kinder um? Was ist wichtig für die Gehirnentwicklung? Sacha Richter ist auf dem Weg zur Handysucht gewesen. Durch seine Arbeit an einem Buch und einem Film von Klaus Scheidsteger hat er sein Bewusstsein geändert und versucht, seinen Konsum auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren.
Ronja Lutz ist Ärztin und promoviert aktuell im Bereich der Medizinethik. Sie ist 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V. und 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Kunst gegen Kinderkrebs e. V. Seit 2018 arbeitet sie im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus insbesondere in der Öffentlichkeitsarbeit und als Referentin.
Margarete Herrig ist ausgebildete Musikpädagogin und freie Musikerin. In ihren solistischen Improvisationskonzerten bewegt sie sich als Grenzgängerin zwischen Performance, klassischer und experimenteller Musik. Mit klang-meditativen Elementen verzaubert sie ihr Publikum und entführt es in ferne Welten. Darüber hinaus begleitet sie als Auftrittscoach Menschen mit Auftrittsängsten und Lampenfieber aus Kunst, Kultur und Business hin zu einer begeisternden Performance.
In ihrem Vortrag wird Carina Wohlleben verschiedene Themen aus ihrem Buch „Die Welt ist noch zu retten“ ansprechen. Dabei geht es unter anderem um die Klimakrise und wie sie mit unserer Ernährung zusammenhängt, die Verschmutzung unserer Umwelt durch unser alltägliches Handeln, aber auch darum, was jede*r einzelne von uns tun kann, um die Welt zu retten.
Aus seiner langjährigen gynäkologischen Erfahrung wird Dr. med. Michael Krause über die Begleitung einer normalen Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbetts sprechen. Sein Fokus liegt dabei auf einer ganzheitlichen Perspektive, insbesondere unter dem Aspekt der vollwertig-vitalstoffreichen Ernährung. Sich daraus ergebende Vergleiche und Differenzen zur konventionellen/schulmedizinischen Geburtshilfe werden erläutert und diskutiert.
Bertram Verhaag wird seinen neuen Film „Wurzeln des Überlebens“ zeigen. Dieser begleitet fünf innovative Landwirt*innen, die sich das im Zuge der agrarwirtschaftlichen Industrialisierung beinahe vergessene bäuerliche Wissen der letzten Jahrtausende zu Nutze machen und es weiterentwickeln. Von der empathischen Milchbäuerin, die sich zur Mission gemacht hat, nie wieder die kläglichen Schreie eines von der Mutter getrennten Kalbs hören zu müssen, über den Bauern, der den Nutzen des Regenwurms für sich entdeckte, bis hin zum Tomatenkaiser, der mit seinen über 3000 verschiedenen Tomatensorten ein Monumentum der Artenvielfalt erschafft. Ihr Plädoyer: „Wir Bauern müssen selbstbewusster werden, uns nicht mehr alles gefallen lassen von der Politik und von der Wissenschaft!“
Wir alle werden von Kindheit an auf Denken, Konkurrenzkampf und Spezialwissen trainiert. Dabei verlieren wir meist die Verbindung zwischen Kopf und Seele. Wir sind oft von der Sprache unserer Seele, unseren Gefühlen und der Intuition abgeschnitten. Um diese Blockade zu überwinden, den rechten mit dem linken Hirnbereich wieder zu verbinden, möchte Dr. Simonis praktische Lösungen aufzeigen und mit Ihnen einüben.
Achim Clemens studierte Musik im Hauptfach Klavier an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Prof. Fritz Emonts und Prof. Ludger Maxsein. Schon während des Studiums besuchte er verschiedene Meisterklassen, u.a. bei Peter Feuchtwanger, Roberto Szidon und Rudolf Kehrer (Konservatorium Moskau). Nach Abschluss des Studiums schloss er ein Privatstudium bei Peter Feuchtwanger in London an (Herausgabe der Werke Peter Feuchtwangers –Noten und DVD). Er blickt auf langjährige Konzerttätigkeit solistisch und als Liedbegleiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und Skandinavien sowie verschiedene CD- und DVD-Produktionen zurück.
Oksana Köhn studierte in der Sowjetunion und Osnabrück Musik und Geschichtswissenschaften. Schon als Kind gewann sie etliche Preise in Klavierwettbewerben. Sie besuchte verschiedenen Meisterklassen bei Peter Feuchtwanger in London und Achim Clemens und produzierte CDs und DVDs.
„Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da.“ Mit diesen klaren schnörkellosen Worten formulierte der altgriechische Dichter Sophokles im 5. vorchristlichen Jahrhundert die Leitidee des Humanismus, einer tapferen Frau in den Mund gelegt, der Titelfigur Antigone. Humanismus ist Menschenfreundlichkeit. Und ohne religiösen Über- oder Unterbau zeigt Dr. Dr. Joachim Kahl hier auf, dass Menschsein ein kurzes Gastspiel ist, auf einem Staubkorn im Weltall. Es geht um tätig sein mit Anstand und Würde, mit Witz und Verstand und schließlich Abschied nehmen von allem, für immer, auch von uns selbst.
Olga Witt ist Autorin der Bücher »Ein Leben ohne Müll« und »Zero Waste Baby«. Neben ihrer Tätigkeit als Inhaberin von zwei Unverpackt-Läden in Köln »Tante Olga« und einem Onlineshop für Zero Waste-Spezialprodukte, arbeitet sie als Referentin, Aktivistin und Bloggerin (www.zerowastelifestyle.de). Sie ist Gründerin des Vereins Zero Waste Köln (www.zerowastekoeln.de) und Mutter von einem Zero Waste Baby.
Prof. Dr. phil. Irmtraud Tarr ist eine international anerkannte Konzertorganistin, Psychotherapeutin und Autorin. Sie hat zahlreiche Tonträger für Funk und Fernsehen bespielt. Die Aufnahmen, meist CDs, erfolgten beim Spiel auf historischen Orgeln. Seit 2014 ist sie außerdem Universitäts-Professorin an der renommierten Universität Mozarteum Salzburg mit Lehrstuhl für »Performance Science«. Unter ihren mehrfachen Auszeichnungen und Preisen erhielt sie 2003 die Verdienstmedaille in Silber der Stadt Rheinfelden für kulturelle Verdienste, 1992 weitere aus Bayern und 1998 aus Tschechien. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit umfasst die Promotion zum Dr. phil. (Universität Hamburg 1987), sowie eine Habilitationsschrift. Sie ist Autorin von inzwischen 34 Büchern, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.
Cornelia Stolze ist eine deutsche Biologin und Wissenschaftsjournalistin. Sie studierte an der Universität Tübingen und schloss 1993 als Diplom-Biologin ab. Anschließend arbeitete sie im Bereich Öffentlichkeitsarbeit am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und am Max-Planck-Institut für Biochemie in München-Martinsried, sowie als Wissenschaftsredakteurin bei »Die Woche« und bei der »Berliner Zeitung«. Seit 2002 ist sie als freie Autorin für »Der Stern«, »Die Zeit«, »Spiegel Online« und »Wirtschaftswoche« zu Themen aus den Bereichen Medizin, Biologie und Psychologie tätig
Prof. Dr. Maurizio Bach studierte an der Universität Hannover mit den Hauptfächern Soziologie und Politische Wissenschaften und promovierte (Dr. phil.) am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Seine Habilitation erfolgte im Fach Soziologie an der Universität Konstanz. Als Gastprofessor wirkte er in den USA, Zürich, Trento, Brasilien und Rom. Zurzeit ist er Ordinarius (em) für Soziologie an der Universität Passau und Seniorprofessor an der Europa Universität in Flensburg sowie Mitherausgeber der „Zeitschrift für Politik“ (ZfP).
Dr. med. Karin Michael ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und seit 2008 als Oberärztin der Kinderambulanz am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke tätig. Von 2014 – 2021 war sie zudem Schulärztin der Rudolf-Steiner-Schule in Bochum-Langendreer. Sie ist seit 2015 Co-Autorin des medizinisch-pädagogischen Ratgebers »Kindersprechstunde« und arbeitet als Dozentin in der Erzieher- und Lehrerbildung. Frau Dr. med. Karin Michael ist verheiratet und Mutter zweier Töchter.
Bertrand Stern über seinen Vortrag: „Stellen wir uns ein Gesundheitssystem vor, das nicht auf der ärztlichen Autorität und nicht auf der „Krankheit“ des „Patienten“ beruhte, sondern auf der Mündigkeit des grundsätzlich gesunden Subjekts und auf einem persönlichen und kulturellen (Selbst-)Verständnis, das einen kreativen Lebenssinn und eine Hygiene fördern würde: Wieviel Eigenartiges würde sich uns offenbaren!
Angst kann uns – auch unbewusst – beherrschen und passiv in der Opferrolle verharren lassen. Wie nehmen wir Angst wahr, was macht sie mit uns und vor allem, wie können wir ihr begegnen? Gemeinsam mit der Tierärztin und Mediatorin Dr. med. vet. Anita Idel spüren der Therapeut und Autor Dr. phil. Mathias Jung und der Psychologische Psychotherapeut Hassan El Khomri unseren Prägungen aus der Kindheit und unseren individuellen Lebenserfahrungen nach.
Pia Ziegler arbeitet seit 40 Jahren in der Klinik Lahnhöhe. Dort begann sie 1981 als Sekretärin von Dr. Max Otto Bruker und wurde 1982 als Schatzmeisterin in den Vorstand der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. gewählt. In diesem Rahmen lernte sie Ilse Gutjahr-Jung kennen, mit der sie in den folgenden Jahrzehnten über ihre bis heute fortgesetzte Vorstandarbeit in engem und regelmäßigem Kontakt stand. Seit der Gründung der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung im Jahr 1989 gehört sie dieser als Kuratoriumsmitglied an.
Gotthard Monreal ist Rechtsanwalt und seit Jahrzehnten eng mit dem Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus verbunden. Als im Jahr 1977 die Klinik Lahnhöhe eröffnet wurde, übernahm Dr. Bruker die Leitung. Gleichzeitig wurde Gotthard Monreal Anwalt der Klinik und lernte in dieser Funktion auch Ilse Gutjahr-Jung kennen. Seit Eröffnung des Bruker-Hauses im Jahr 1994 ist er dessen Rechtsbeistand.
In diesem Vortrag wird Dr. phil. Mathias Jung über das Leben und Lebenswerk seiner Ehefrau und jahrelangen Vorsitzenden der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V., Ilse Gutjahr-Jung, sprechen, die im Frühjahr dieses Jahres im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Anhand ihrer Biographie, die zusammen mit der Entstehungsgeschichte der GGB in Ilse Gutjahr-Jungs Buch „David gegen Goliath“ dokumentiert ist, wird Mathias Jung von zahlreichen Etappen eines bewegten Lebens, einem unermüdlichen Einsatz für ehrliche gesundheitliche Aufklärung und den großen Errungenschaften einer starken Frau berichten. Im Anschluss findet ein Interview mit Gotthard Monreal und Pia Ziegler, zwei jahrzehntelangen Weggefährten, statt, in dem sie einen bis zu den Anfängen der GGB zurückreichenden Einblick in Ilse Gutjahr-Jungs schöpferisches Leben und Wirken gewähren werden.
Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) versteht sich als ethische Marktwirtschaft, die nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz beruht, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation.


Daniela Djalali, Witwe von Dr. med. Mehdi Djalali, der die Haptonomie in seinem Beruf als Gynäkologe und Geburtshelfer jahrzehntelang praktiziert hat.
Mascha Kälicke, Hebamme und Mitarbeiterin von Dr. Djalali. Begleitete mit ihm viele Jahre haptonomische Geburten und machte ihre Ausbildung, wie Dr. Djalali auch, beim C.I.R.D.H (Internationales Zentrum zu Forschung und Entwicklung der Haptonomie) in Frankreich.
Kathrin Lösch und ihr Mann Felix hörten auf einer GGB Tagung einen Vortrag des Gynäkologen und Geburtshelfers Dr. med. Mehdi Djalali, der beide zutiefst berührte. Exakt neun Monate später wurde ihre erste Tochter Hanna geboren. Während der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit danach wurden sie von Dr. Djalali haptonomisch begleitet, was ihre Haltung gegenüber dem Menschen grundlegend und auf wunderbare Weise verändert hat. Die Erfahrungen aus dieser Begleitung schrieb Kathrin während Hannas ersten vier Lebensjahren nieder, woraus das Buch „Glückskinder“ entstand.
Impfungen gelten seit dem Reichsimpfgesetz von 1874 als fixer Bestandteil einer präventiven Medizin. Verfechter von Impfungen verweisen gerne auf eine 300-jährige Erfolgsgeschichte. Triebfeder waren Pockenepidemien. Zuerst in Form der sog. Inokulation von Pockenlymphe und am Ende des 18. Jahrhunderts durch die Jenner’sche Vakzination. Seither gelten Impfungen als Musterbeispiel einer erfolgreichen Krankheitsprävention. Aber was haben Impfungen wirklich bewirkt? Kann eine vorsätzliche Übertragung von Erregern und Giftstoffen die Gesundheit stärken? Wie sieht es mit dem Nutzen/Risiko-Quotienten aus. Kann man überhaupt davon sprechen, dass es ein gesichertes Impfprinzip gibt? Eine Spurensuche.
Alle reden von Klimaschutz – aber die Ernährung bleibt so gut wie außen vor. Doch gerade die fleischhaltige Ernährungsweise stellt mit die Hauptursache für die Gefährdung unseres blauen Planeten dar. Dr. Haferbeck wird in seinem Vortrag Einblicke in die tierischen Produktionsmethoden geben und Lösungsvorschläge machen. Die Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. sieht er hierbei seit Jahrzehnten auf dem richtigen Weg.
Aus neurowissenschaftlicher und entwicklungsbiologischer Sicht wird in diesem Beitrag nach den Erfahrungen gefragt, die Kinder und Jugendliche brauchen, um die in ihnen angelegten Potentiale, also ihre Talente und Begabungen entfalten zu können. Die für die Strukturierung des Gehirns wichtigsten Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche bei dem Versuch, ihre lebendigen Bedürfnisse zu stillen. Vor allem das Bedürfnis nach Verbundenheit, Nähe und Zugehörigkeit, aber auch das nach eigenen Gestaltungsmöglichkeiten und Autonomie sind unter den Bedingungen der zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhaltenden Maßnahmen nur schwer stillbar. Die möglichen Folgen dieser Erfahrungen für die weitere Entwicklung der Heranwachsenden und die Strukturierung ihres Gehirns werden in diesem Beitrag herausgearbeitet.
Die Biografie eines jeden Menschen ist als einzigartiger Erfindungsreichtum des jeweiligen individuellen Lebensweges exemplarischer Teil der historischen Menschheits-, Gattungs- und Kulturgeschichte, beispielhafter Ausdruck des mehr oder weniger gelungenen und strittigen Zusammenlebens aller Lebewesen. Ohne die Anderen könnten wir nicht sein und nicht verstehen, wie, warum und wer wir geworden sind, die wir sind. Die Lichtblicke unserer Hoffnung und die Schatten unserer Angst, das Dunkel der Vergangenheit und das Ungewisse der Zukunft, die Enge des Alltags und die Weite der Träume und Möglichkeiten sind der steinig-geschmeidige Weg, den aufrechten Gang zu üben.
2020 gab es wegen der staatlichen Lockdowns den weltweit größten Wirtschaftseinbruch der Neuzeit. Viele Millionen Menschen haben dadurch ihre Lebensgrundlage verloren. Gleichzeitig sind die Schulden auf einen neuen Rekordstand gestiegen und es wurde frisches Geld in nie dagewesenem Umfang gedruckt.
Die Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht – diesem Prinzip hat Prof. Dr. Trabert seine Arbeit verschrieben. Doch eine Selbstverständlichkeit ist das leider nicht. In seinem Vortrag verdeutlicht er die strukturelle Benachteiligung und Ausgrenzung vulnerabler Personengruppen in Deutschland. Denn nach seiner jahrzehntelangen Arbeit mit armen Menschen weiß er: Wer arm ist stirbt früher, denn Armut macht krank und Krankheit macht arm. Doch bei dieser Erkenntnis wird es Dr. Trabert nicht belassen. Er geht der Frage nach, was konkret praktisch und auf der strukturell-gesellschaftlichen Ebene verändert werden muss, um diese Benachteiligung von Menschen in unserer Gesellschaft sowohl im sozialen als auch im gesundheitlichen Versorgungskontext zu verbessern. Und ganz aktuell: Was müssen Politik und Zivilgesellschaft leisten, damit Einkommensarmut – und damit eine soziale Benachteiligung – in Corona-Pandemiezeiten nicht einen zusätzlicher Gesundheitsgefährdungsfaktor darstellt?
In seinem Vortrag wird Dr. von Treuenfels darüber sprechen, wie vieles von Zähnen, Mund und Kiefer abhängt und davon, dass die eingeatmete Luft und die aufgenommene Nahrung nicht nur gut vorbereitet, sondern auch adäquat verarbeitet werden. Er ist der Überzeugung, dass so manche körperliche und psychische Leiden sowie alltägliche Erkrankungen vermieden oder geheilt werden könnten, wenn Mund und Zähne besser gepflegt, genutzt (z.B. kauen) und behandelt werden würden. Dr. von Treuenfeld sieht einen Zusammenhang zwischen Störungen in diesem Schlüsselorgan mit verschiedensten körperlichen Beschwerden, wie Atem- und Schlafstörungen, Sprechfehlern, Magen-Darmproblemen, Übergewicht, Kiefer-, Kopf- und Rückenschmerzen (z.B. durch Zähneknirschen) bis hin zu verminderter Immunabwehr, Hörschwäche, Schwindel oder Abgeschlagenheit. So mancher Patient sei verblüfft, wenn er nach einer entsprechenden Therapie endlich wieder erholsam schlafen, richtig essen oder sich ohne Schmerzen bewegen könne.
1.Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. im Dr.-Max-Otto-Bruker Haus. Autorin und Co-Autorin zahlreicher Bücher, 25 Jahre lang Zusammenarbeit mit Dr. Max- Otto Bruker. Gemeinsam mit ihm Gründerin des Dr.-Max-Otto-Bruker Gesundheitszentrums
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