»Noch immer befindet sich der Mediziner in einem
Hamsterrad zwischen Ethik und Profit. Der Arzt darf sich
jedoch niemals wirtschaftlichen Interessen beugen, sondern
ist der Wahrheit verpflichtet.«1
»Noch nie in der Geschichte der
Menschheit mussten wir mit einem
so enormen Überangebot an Zucker
umgehen.«2
Lässt sich aus (medizin)ethischen Erwägungen ein gesundheitspolitischer Auftrag zur Regulierung des Zuckerkonsums motivieren?
Im Oktober 2015 kam der Film »Voll verzuckert. That Sugar Film« von Damon Gameau in die deutschen Kinos. Die kritische Auseinandersetzung mit Zucker ist ein aktuelles, brisantes und heikles, weil emotionales Thema. Es geht um kulturelle Gewohnheiten, um Ernährungsgewohnheiten, um wirtschaftliche, öffentliche und private Interessen und um die Frage, wann genug wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, um zu handeln und politisch einzugreifen. »Eine objektive Stellung zum Zucker ist gerade durch seine Eigenschaft, zugleich ein Genussmittel und ein Nahrungsmittel zu sein, sehr erschwert.«3
Aus Gründen der wissenschaftlichen und begrifflichen Exaktheit wird der Begriff »Zucker« in diesem Text wie folgt definiert: Alle (1) chemisch isolierten Fabrikzuckerarten (nach Bruker4), die (2) industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln hinzugefügt werden und das Molekül Fruktose enthalten (nach Lustig5). Nicht gemeint ist der Zucker als Kohlenhydrat in natürlichen Lebensmitteln, z. B. in Obst:
»Selbstverständlich braucht der Organismus Kohlenhydrate, und der Hauptenergiespender ist der Zucker. Damit ist aber nicht gesagt, dass der Organismus Industriezucker braucht und noch weniger, dass die physiologische Wirkung des isolierten Industriezuckers gleichgesetzt werden kann mit derjenigen eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels.«6
- Dieser Text behandelt im Folgenden die Punkte:
- Zucker als Ursache von ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten
- Lässt sich aus (medizin)ethischen Erwägungen ein gesundheitspolitischer Auftrag zur Regulierung und Reduzierung des Zuckerkonsums motivieren?
- Sind gesundheitspolitische Maßnahmen (ethisch) gerechtfertigt oder sogar geboten?
- Welche Maßnahmen sind (ethisch) vertretbar, sinnvoll und zweckmäßig?
Zucker als Ursache von ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten
In den Augen der Vereinten Nationen sind ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten heute weltweit zu einem höheren Risiko für die öffentliche Gesundheit und zu einem drängenderen gesellschaftlichen Problem geworden als Infektionskrankheiten.7 Bruker stellt die peinliche Frage:
»Warum erkranken immer mehr Menschen trotz des Fortschritts der medizinischen Forschung?«8 Besteht ein Zusammenhang mit dem weltweiten Anstieg des Zuckerkonsums?
Alle Erkenntnisse sprechen dafür. Zu den mit übermäßigem Zuckerkonsum in Zusammenhang stehenden ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten zählen unter anderem Zahnkaries, Adipositas (Fettleibigkeit)9, Typ-2 Diabetes, Bluthochdruck, nicht-alkoholische Fettleber10 und Krebs. Daher darf in Zusammenhang mit Zucker von einem »Schadstoff« gesprochen werden, auch wenn das gesellschaftliche Bewusstsein dafür noch wenig ausgeprägt ist:
»[…] als von einem Verbraucherverband 1985 eine Broschüre mit dem Titel »Schadstoff Zucker« herauskam, klagte die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e. V. Bonn, um den Vertrieb zu unterbinden. Die Bundesrichter wiesen dieses Anliegen 1986 zurück und waren der richtigen Meinung, dass »in Zucker ein nicht zu vernachlässigendes Gefährdungspotential steckt«. (Aktenzeichen 3 U 11/87 74 O 235/86 Hanseatisches Oberlandesgericht). Der Begriff »Schadstoff« darf also benutzt werden.«11
Am 04. März 2015 empfahl eine neue WHO-Richtlinie, den täglichen Zuckerkonsum auf durchschnittlich sechs bis maximal zwölf Teelöffel zu beschränken.12 Viele Gesellschaften liegen heute weit über diesem Richtwert, die USA gar bei 40 Teelöffeln pro Person und Tag.13 »Die Dosis macht das Gift«, sagte schon Paracelsus und übermäßiger Zuckerkonsum, darin sind sich führende Wissenschaftler einig, spielt eine Schlüsselrolle als Ursache von Zivilisationskrankheiten, insbesondere als Ursache des metabolischen Syndroms.
»Wie die Studie des Credit Suisse Research Institute »Sugar: Consumption at a crossroads« 2013 ergab, sind fast 90 Prozent der praktischen Allgemeinärzte in den USA, Europa und Asien überzeugt, dass ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Zucker und der drastischen Zunahme dieser Gesundheitsprobleme besteht.«14
Für Aufsehen sorgte der Leiter der Amsterdamer Gesundheitsbehörde Paul van der Velpen, der Zucker als »addictive and the most dangerous drug of the times«15 bezeichnete und sich im September 2013 für eine strikte Regulierung von Zucker in einem Land aussprach, in dem Cannabis legal ist.
Lässt sich aus (medizin)ethischen Erwägungen ein gesundheitspolitischer Auftrag zur Regulierung und Reduzierung des Zuckerkonsums motivieren?
Ja. »Es geht […] nicht an, eine Tatsache zu verschweigen, nur weil man fürchtet, dass sie nicht gerne gehört wird.«16 Argumente für einen gesundheitspolitischen Auftrag zur Regulierung des Zuckerkonsums sind im Kontext von Ethik und öffentlicher Gesundheit unter anderem die Prävention bzw. das Vorsorgeprinzip und die Gesundheitsförderung, die Verringerung von Krankheit und Leid, die Verringerung von Kosten und Lasten für das Gesundheitssystem, das Kindeswohl und der Verbraucherschutz. Menschen muss das Wissen, die Möglichkeit und die Freiheit gegeben werden, sich gegen Zucker entscheiden zu können. Zucker wird in der Öffentlichkeit noch nicht genügend als Gefahr für die Gesundheit wahrgenommen.
»Mehr Forschung ist nötig«, lautet der strategische Slogan der Zuckerlobby17 , damit die politischen Entscheidungsträger nicht sagen können: »Zucker macht krank«, denn solange geforscht wird und Dinge unklar sind, muss nicht gehandelt werden. Robert Lustig merkt an, dass der eindeutige wissenschaftliche Beweis der gesundheitsschädigenden Wirkung von Zucker schwierig bis unmöglich und als wissenschaftliches Experiment unethisch sei.18 Tatsächlich lautet die Frage daher: »Wann wissen wir genug, um zu handeln?«
Sind gesundheitspolitische Maßnahmen (ethisch) gerechtfertigt oder sogar geboten?
»Um einen Wandel zu bewirken, dürften staatliche Eingriffe unumgänglich sein.«19 Lustig, Schmidt und Brindis argumentieren, dass eine öffentliche Regulierung des Zuckerkonsums gerechtfertigt ist. Sie verweisen auf vier Kriterien, die als Begründung für die Regulierung von Alkohol und Tabak allgemein anerkannt sind. Zucker erfüllt nach Analyse der Autoren dieselben Kriterien: (1) Unvermeidbarkeit (aufgrund allgegenwärtiger Verbreitung in der Gesellschaft), (2) Toxizität, (3) Missbrauchspotential und (4) negative Auswirkungen auf die Gesellschaft.20
Zu (1): Zucker ist schätzungsweise in 75 bis 80 Prozent aller industriell verarbeiteten Nahrungsmittel enthalten. In den letzten 50 Jahren hat sich der weltweite Zuckerkonsum verdreifacht.21 Es gibt über 50 verschiedene Bezeichnungen für »versteckten« Zucker. Der Verbraucher hat kaum eine Wahl und kann sich nicht schützen. Insbesondere Kinder sind als Zielgruppe von Werbung gefährdet und schutzbedürftig.
Zu (2): Die krankmachende Wirkung von übermäßigem Zuckerkonsum ist durch zahlreiche Studien belegt. Robert Lustig weist darauf hin, dass die langfristigen negativen Auswirkungen exzessiven Zuckerkonsums auf den menschlichen Organismus denen des Alkohols ähnlich sind.22 Zucker, genauer Fruktose, ist seiner Meinung demnach zwar kein akutes Gift (»acute toxin«), aber ein chronisches Gift (»chronic toxin«).23
Zu (3): Zucker ist ein lusterzeugender Stoff, ein Genussmittel, das imstande ist, Abhängigkeiten zu schaffen. Die Lebensmittelindustrie kann diesen Effekt nutzen, um ihren Absatz zu steigern, indem sie ihren Produkten unnötig hohe Mengen an Zucker zusetzt. Zucker wohnt aufgrund seiner süchtig machenden Wirkungsweise24 ein Missbrauchspotential inne, das ihn auf eine Stufe mit den Genussmitteln Nikotin und Alkohol stellt.25
Zu (4): Zivilisationskrankheiten, die mit ungesunder Ernährung im Allgemeinen und mit übermäßigem Zuckerkonsum im Speziellen in Verbindung gebracht werden, bedrohen die öffentliche Gesundheit und Vitalität ganzer Gesellschaften.26 Die gesamtgesellschaftliche Krankheitslast steigt. Die Kosten der Behandlung von Zivilisationskrankheiten für das Gesundheitssystem werden zukünftig nicht mehr tragbar sein.27 Es droht ein Kollaps des gesellschaftlichen Gesundheitswesens, wenn nicht verstärkt präventiv eingegriffen wird. Demgegenüber ist bei der ethischen Beurteilung gesundheitspolitischer Maßnahmen die Frage zu beantworten, ob ein unzulässiger Eingriff in die Ernährungsgewohnheiten, die Eigenverantwortung oder den freien Willen (Autonomie) der Menschen stattfindet und sofern dies der Fall ist, ob die öffentlichen Interessen die privaten Interessen überwiegen. Ein als Einschränkung der persönlichen Freiheit oder als staatliche Bevormundung wahrgenommener Eingriff scheint gerechtfertigt, solange Zucker nicht verboten, sondern lediglich der Zuckerkonsum im öffentlichen Interesse reduziert und eingeschränkt wird. Diese Balance aus öffentlichen und privaten Interessen gilt es bei jeder vorgeschlagenen Maßnahme sorgfältig abzuwägen. Vor allem einschränkende Maßnahmen, die die Angebotsseite betreffen, staatliche Empfehlungen oder Maßnahmen zur Aufklärung und Transparenz scheinen in diesem Zusammenhang unproblematisch zu sein.
Welche Maßnahmen sind (ethisch) vertretbar, sinnvoll und zweckmäßig?
Mögliche und bereits diskutierte gesundheitspolitische Maßnahmen zur Regulierung des Zuckerkonsums sind (1) eine Zuckersteuer analog zur Tabaksteuer, (2) gesetzliche Warnhinweise für Zucker analog zu Warnhinweisen auf Zigarettenschachteln, (3) auffällige, farblich kodierte, prozentuale Angaben zum Zuckergehalt auf allen Produkten (4) eine Altersgrenze für Limonaden analog zum Alkoholersterwerbsalter, (5) ein Verbot für den Verkauf von zuckerhaltigen Produkten an Schulen, (6) ein Verbot von Werbung für zuckerhaltige Produkte, (7) Aufklärungskampagnen über die Risiken von übermäßigem Zuckerkonsum und (8) eine gesetzliche Obergrenze für Zucker in Produkten.
Zu (1): Eine Zuckersteuer schlägt im September 2013 der Leiter der Amsterdamer Gesundheitsbehörde Paul van der Velpen vor.28 Sie würde zuckerhaltige Nahrungsmittel teurer und somit unattraktiver machen. Die Einnahmen aus der Zuckersteuer könnten zur Finanzierung der steigenden Gesundheitskosten durch Zivilisationskrankheiten verwendet werden. Eine Zuckersteuer ist deshalb ethisch vertretbar und zu begrüßen, weil sie die persönliche Freiheit in keiner Weise einschränkt und gleichzeitig zur Gerechtigkeit innerhalb des Gesundheitssystems beiträgt. Allerdings wäre zu prüfen, ab welcher Höhe eine Zuckersteuer den Zuckerkonsum tatsächlich verringern kann.
Zu (2): Warnhinweise, dass »Zucker süchtig macht und schlecht für die Gesundheit ist«, wie van der Velpen sie fordert29, lösen das Problem des »versteckten« Zuckers und schaffen Transparenz, die dem Verbraucher die Entscheidungsmöglichkeit gegen den Zucker wieder zurückgibt. Zusätzlich sollten gesetzliche Gesundheitsversicherer Entziehungskuren für Menschen finanzieren, die vom Zucker loskommen wollen, schlägt van der Velpen vor.
Zu (3): Auch auffällige, farblich unterlegte, prozentuale Angaben zum Zuckergehalt auf allen Produkten beispielsweise in Form einer Ampelkodierung (rot für mehr als 20 % Zuckeranteil, gelb für 5 – 20 % Zuckeranteil und grün für weniger als 5 % Zuckeranteil) lösen das Problem des »versteckten« Zuckers und schaffen Transparenz. Jeder Verbraucher würde dann auf Anhieb wissen, dass z. B. Nutella zu rund 55 % aus Zucker besteht.
Zu (4): Das »Limonadenersterwerbsalter« könnte beispielsweise bei 14 Jahren liegen. In diesem Fall wird der Erwerb von Limonaden für Kinder unter 14 Jahren illegal. Wenn Eltern dann erlauben, dass ihr Kind z. B. Cola trinken darf, müssen sie die Cola für ihr Kind selbst kaufen. Die Argumentation ist, dass Eltern in diesem Fall besser in der Lage sind zu entscheiden, wann ihr Kind wie viel Limonade trinken darf. Eine solche Altersgrenze wäre sicherlich eine der konsequentesten Maßnahmen, um Kinder vor den Gefahren von übermäßigem Zuckerkonsum zu schützen und die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen.
Zu (5): Ein Verkaufsverbot von zuckerhaltigen Produkten an Schulen schlägt ebenfalls van der Velpen im September 2013 vor. Bei dieser Maßnahme steht die Sorge um das Kindeswohl im Vordergrund. Die Angebotsseite und damit die Allgegenwärtigkeit und Versuchung von Zucker soll staatlich eingeschränkt werden.
Zu (6): Zahlreiche Beispiele für irreführende, unter Umständen sogar gesundheitsgefährdende Werbung, die sich in zunehmendem Maße Kinder als Zielgruppe aussucht, finden sich in Bruker, 2009, S. 95 ff. Ein solches Verbot ist nicht generell durchzusetzen, möglicherweise aber für öffentliche Einrichtungen (z. B. Schulen) und dort, wo Werbung speziell Kinder als Zielgruppe hat (z. B. Kindersender im Fernsehen), geeignet.
Zu (7): Aufklärungskampagnen, insbesondere an Schulen, sind notwendig, ethisch unbedenklich und geboten und gewährleisten Mündigkeit, sind allerdings angesichts der allgemeinen Verbreitung von Zucker und dem fehlenden öffentlichen Risikobewusstsein möglicherweise nicht hinreichend.
Zu (8): Eine gesetzliche Obergrenze für Zucker in Produkten, wie sie ebenfalls von van der Velpen gefordert wird, verhindert die übermäßige Konzentration und damit den Missbrauch von Zucker in Produkten und trägt dadurch zum Verbraucherschutz bei.
Fazit
Zucker staatlich zu regulieren ist dem normativen Anspruch nach und im Kontext aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse eine richtige und gute Entscheidung. Die öffentliche Wahrnehmung und der Umgang mit Zucker müssen sich ändern und gesellschaftlich stärker diskutiert werden. Robert Lustig zieht die Analogie zur öffentlichen Wahrnehmung von HIV/AIDS in den 80er Jahren und stellt die Frage: »When does a personal responsibility issue become a public health crisis?« 30 Diese Frage muss auch für den Zucker beantwortet werden. Gesellschaftliche Veränderungen brauchen Zeit, doch die Politik ist nach aktuellem Erkenntnisstand dazu aufgefordert, diese Veränderung mit Blick auf den Zucker zu beschleunigen. Geeignet, ethisch vertretbar und geboten erscheint ein Maßnahmenmix aus Zuckersteuer (1), Warnhinweisen (2), auffälligen, prozentualen Angaben auf allen Produkten (3) und Aufklärungskampagnen (7). Zusätzlich ist aufgrund des Signalcharakters und speziell, um Kinder vor überhöhtem Zuckerkonsum zu schützen, ein gesetzliches »Limonadenersterwerbsalter« (4) empfehlenswert. Am wichtigsten ist zum Schluss die Erkenntnis, dass viele, wenn nicht sogar alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten durch eine gesunde, fabrikzuckerarme Ernährung vorgebeugt, positiv beeinflusst und sogar geheilt werden können. Ein Vorreiter der ursächlichen Heilbehandlung von Krankheiten anstelle der üblichen symptomatischen Linderungsbehandlung war Dr. med. Max Otto Bruker (1909 – 2001), dessen Bücher mich auf das Schlüsselthema »Zucker« aufmerksam gemacht haben. Es gilt, die notwendigen Konsequenzen für Gesundheitsvorsorge und Therapie zu ziehen.
„Der Gesundheitsberater“, März 2016
Fußnoten
- Bruker, M. O./Ilse Gutjahr: Zucker, Zucker … Krank durch Fabrikzucker. »Aus der Sprechstunde« Band 12. Emu-Verlag, Lahnstein 2009, 8. Auflage, S. 14.
- Enders, Giulia: Darm mit Charme. Alles über ein unterschätztes Organ. Ullstein, Berlin 2014, S. 57.
- Bruker, M. O.: Krank durch Zucker. Der Zucker als pathogenetischer Faktor. Helfer Verlag E. Schwabe, Bad Homburg v. d. H. 1983, 13. Auflage, S. 7.
- Bruker/Gutjahr, 2009.
- Lustig, Robert/Laura Schmidt/Claire Brindis: The toxic truth about sugar. Nature, Vol. 482, 02. 02. 2012, S. 28. Unter diese Definition fallen beispielsweise High Fructose Corn Syrup (HFCS) und Rohrzucker (Saccharose).
- Bruker, 1983, S. 9.
- Vgl. Lustig/Schmidt/Brindis, 2012, S. 27. Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten sind neben der Ernährung auch Alkohol- und Tabakkonsum sowie zu wenig Bewegung. Fettleibigkeit ist in diesem Zusammenhang keine Ursache für Krankheiten, sondern selbst schon eine Zivilisationskrankheit (vgl. Fußnote 9).
- Bruker, M. O.: Unsere Nahrung – unser Schicksal. Alles über Ursachen, Verhütung und Heilbarkeit ernährungsbedingter Zivilisationskrankeiten. »Aus der Sprechstunde« Band 1. Emu-Verlag, Lahnstein 2014, 47. Auflage, S. 59.
- Häufig wird Übergewicht als Ursache von Zivilisationskrankheiten dargestellt. Die tieferliegenden ernährungsbedingten Ursachen bleiben dabei jedoch unberücksichtigt. Übergewicht ist nicht Ursache, sondern immer bereits schon Symptom der Krankheit!
- Insbesondere Fruktose wird in der Leber in Fett umgewandelt.
- Bruker/Gutjahr, 2009, S. 92 f.
- Hozer, Michèle: Die große Zuckerlüge. ZDF/ARTE, Länge: 85 min. Dokumentation, Kanada, 2015.
- »The world daily average consumption of sugar and HFCS per person is now 70 grams (or 17 teaspoons) per day […].« Natella, Stefano/Vamil Divan/Mujtaba/Rana/Charlie Mills: Sugar. Consumption at a crossroads. Credit Suisse Research Institute, September 2013.
- Sherlock, Cushla: Zucker. Süsse Versuchung mit bitterem Nachgeschmack. Credit Suisse, 22. 10. 2013.
- Waterfield, Bruno: Sugar is ›addictive and the most dangerous drug of the times‹. The Telegraph, 17. 09. 2013 und Stuart, Hunter: Amsterdam Health Official Calls Sugar A Dangerous Addictive Drug. The Huffington Post, 17. 09. 2013.
- Bruker, 1983, S. 31.
- Vgl. Hozer, 2015 und Natella/Divan/Rana/Mills, 2013, S. 19.
- Lustig, Robert: Fat Chance. Fructose 2.0. University of California Television (UCTV), 2013 und Hozer, 2015. Vor allem die Tatsache, dass aussagekräftige Studien über einen langen Zeitraum von zwanzig oder mehr Jahren durchgeführt werden müssten, macht einen eindeutigen wissenschaftlichen Beweis schwierig. Außerdem besteht die Gefahr, Menschen durch ein solches Experiment erheblichen gesundheitlichen Schaden zuzufügen.
- Sherlock, 2013.
- Vgl. Lustig/Schmidt/Brindis, 2012, S. 28.
- Lustig, 2013.
- Es ist das Fruktose-Molekül, das nach Robert Lustig auf den menschlichen Organismus, insbesondere die Leber, wie Alkohol wirkt. Vgl. Lustig/Schmidt/Brindis, 2012, S. 28.
- Lustig, Robert: Sugar. The Bitter Truth. University of California Television (UCTV), 2009.
- Zucker, insbesondere Fruktose, aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn (Dopamin), macht hungriger (Ghrelin) und unterdrückt die Entstehung eines Sattheitsgefühls (Insulin blockiert Leptin-Signal). Vgl. Lustig/Schmidt/Brindis, 2012, S. 28.
- Vgl. Ericson, John: Sugar Is ›The Most Dangerous Drug Of The Times‹, Senior Health Official Says: Head Of Amsterdam Health Services Calls For Warning Labels, Tighter Regulations. Medical Daily, 17. 10. 2013.
- In den USA wird Fettleibigkeit sogar zur »Bedrohung nationaler Sicherheit«, da mittlerweile drei Viertel der Wehrpflichtigen aus mit Übergewicht in Zusammenhang stehenden Gründen ausgemustert werden. Vgl. Lustig/Schmidt/Brindis, 2012, S. 28.
- »In the USA alone, the healthcare costs tied to diabetes type II are estimated at USD 140 billion, compared to USD 90 billion for tobacco-related healthcare costs. Even more worrisome is that these numbers are growing at a rate of 4 % a year, much faster than for obesity (1% – 2 %).« Natella/Divan/Rana/Mills, 2013, S. 5.
- Vgl. Waterfield, 2013. Auch eine Sudie des Credit Suisse Research Institute empfiehlt eine Zuckersteuer. Vgl. Natella/Divan/Rana/Mills, 2013.
- Waterfield, 2013.
- Lustig, 2013.
Literatur
Bruker, M. O.: Krank durch Zucker. Der Zucker als pathogenetischer Faktor. Helfer Verlag E. Schwabe, Bad Homburg v. d. H. 1983, 13. Auflage.
Bruker, M. O.: Unsere Nahrung – unser Schicksal. Alles über Ursachen, Verhütung und Heilbarkeit ernährungsbedingter Zivilisationskrankeiten. »Aus der Sprechstunde« Band 1. Emu-Verlag, Lahnstein 2014, 47. Auflage.
Bruker, M. O./Ilse Gutjahr: Zucker, Zucker … Krank durch Fabrikzucker. »Aus der Sprechstunde« Band 12. Emu-Verlag, Lahnstein 2009, 8. Auflage.
Enders, Giulia: Darm mit Charme. Alles über ein unterschätztes Organ. Ullstein, Berlin 2014.
Ericson, John: Sugar Is ›The Most Dangerous Drug Of The Times‹, Senior Health Official Says: Head Of Amsterdam Health Services Calls For Warning Labels,
Tighter Regulations. Medical Daily, 17.10.2013. Internetadresse: http://www.medicaldaily.com/sugar-most-dangerous-drug-times-senior-health-official-says-head-amsterdam-health-services-calls (Stand: 01.01.2016).
Gameau, Damon: Voll Verzuckert. That Sugar Film. Länge: 90 min. Dokumentarfilm, Australien, 2014.
Gameau, Damon/Michael Graupner: »Zucker ist einfach überall«. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAZ), 25.10.2015, Nr. 43, S. 16. Hozer, Michèle: Die große Zuckerlüge. ZDF/ARTE, Länge: 85 min. Dokumentation, Kanada, 2015.
Lustig, Robert: Sugar. The Bitter Truth. University of California Television (UCTV), 2009. Internetadresse: https://www.youtube.com/watch?v=dBnniua6-oM (Stand: 01.01.2016).
Lustig, Robert: Fat Chance. Fructose 2.0. University of California Television (UCTV), 2013. Internetadresse: https://www.youtube.com/watch?v=ceFyF9px20Y (Stand: 01.01.2016).
Lustig, Robert/Laura Schmidt/Claire Brindis: The toxic truth about sugar. Nature, Vol. 482, 02.02.2012, S. 27 – 29. Internetadresse: http://www.nature.com/nature/journal/v482/n7383/abs/482027a.html (Stand: 01.01.2016).
Natella, Stefano/Vamil Divan/Mujtaba Rana/Charlie Mills: Sugar. Consumption at a crossroads. Credit Suisse Research Institute, September 2013.
Sherlock, Cushla: Zucker. Süsse Versuchung mit bitterem Nachgeschmack. Credit Suisse, 22.10.2013. Internetadresse: https://www.credit-suisse.com/de/de/news-and-expertise/economy/articles/news-and-expertise/2013/09/de/is-sugar-turning-the-economy-sour.html (Stand. 01.01.2016).
Stuart, Hunter: Amsterdam Health Official Calls Sugar A Dangerous Addictive Drug.
The Huffington Post, 17.09.2013. Internetadresse: http://www.huffingtonpost.com/2013/09/17/amsterdam-sugar-drug-addictive-official-regulated_n_3941660.html (Stand: 01.01.2016).
Waterfield, Bruno: Sugar is ›addictive and the most dangerous drug of the times‹. The Telegraph, 17.09.2013. Internetadresse: http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/netherlands/10314705/Sugar-is-addictive-and-the-most-dangerous-drug-of-the-times.html (Stand: 01.01.2016).


Lena Högemann, Jahrgang 1982 und Mutter zweier Töchter, arbeitet als Journalistin, Autorin und Podcasterin in Berlin. Im vergangenen Jahr erschien ihr Buch „So wollte ich mein Kind nicht zur Welt bringen! – Was Frauen über eine selbstbestimmte Geburt wissen müssen„.
Michael Steinbrecher, Jahrgang 1965, absolvierte zwischen 1985 und 1992 sein Journalistik-Studium an der Universität Dortmund, wo er auch im Jahr 2008 promovierte. Er war in zahlreichen Sendungen als Moderator tätig („Doppelpunkt“, „Das aktuelle Sportstudio“, „37 Grad Plus“, „Steinbrecher &…“ sowie bei Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen). 2015 übernahm er von Gerd Backes die Moderatoren-Position der SWR-Talksendung „Nachtcafé“. Als Journalist, Autor und Wissenschaftler hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten u.a. den Grimme-Preis, den Get Abstract International Book Award und den Alexis de Tocqueville Award sowie den Internationalen Preis für Demokratieforschung der World Association for Public Opinion Research (WAPOR).
Steffi Abu Salah ist Vermessungsingenieurin und Teamleiterin bei einem Netzbetreiber. Im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus hat sie die Ausbildung zur Gesundheitsberaterin GGB absolviert und mit einer Ausbildung als NLP-Coach ergänzt.
Frank J. Bündgen hat über 20 Jahre Berufserfahrung im Vertrieb und in der Führung von Mitarbeitern gesammelt. 2017 kam der Berufs- und Branchenwechsel und die Ausbildung zum pädagogisch-therapeutischen Medienberater. Seitdem hat er europaweit an über 400 Schulen über die wichtigen Themen der Digitalisierung referiert. Frank J. Bündgen ist 53 Jahre alt und hat zwei Kinder im schulpflichtigen Alter.
Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz war von 1987 bis 1991 Russland-Korrespondentin der ARD und moderierte anschließend bis 1997 den ARD-Kulturweltspiegel. Von 2011 bis 2022 war sie Professorin für TV und Journalistik an der Hochschule Iserlohn.
Bastian Barucker, Jahrgang 1983, ist ausgebildeter Wildnispädagoge, Prozessbegleiter und war Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen in Deutschland.
Den musikalischen Beitrag dieser Tagung gestaltet die Sängerin Lisa Wittig zusammen mit der Harfenistin Emily Hoile.
Raúl Krauthausen ist Inklusions-Aktivist, Gründer der SOZIALHELDEN und studierter Kommunikationswirt. Sein Einsatz in den Bereichen Inklusion und Soziales Engagement wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Er moderiert verschiedene Talkformate und Podcasts und hat mehrere Bücher veröffentlicht.
Dr. phil. Mathias Jung, 1. Vorsitzender der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung, seit vielen Jahren als Gestalttherapeut im Dr-Max-Otto-Bruker-Haus tätig und Autor von über 60 Büchern zu Paartherapie, Sucht und Sinnsuche, spricht in seinem Vortrag über das Thema seines im November 2025 veröffentlichten Buches „Kann man auch Liebe finden?“.
Dr. med. Jürgen Birmanns, Arzt im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V.,, gestaltet den traditionellen „Ärztlichen Rat aus ganzheitlicher Sicht“. Darin geht er auf persönliche Fragen der Tagungsgäste zu Krankheit und Gesundheit ein und gibt wertvolle Hinweise zu Prävention und ganzheitlichen Therapiemethoden.
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Birgit Schäfers, ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte, war viele Jahre als Büro-Teamleiterin in verschiedenen Branchen tätig. Seit mehreren Jahren ist sie schwerbehindert aufgrund von Gesundheitsschäden durch Brustimplantate, die sie nach starker Gewichtsabnahme sechs Jahre lang (2010 bis 2016) in sich trug. Im Jahr 2016 hat sie den Aufbau der deutschsprachigen Aufklärungsarbeit zu diesem Thema gestartet und begleitet seit mehreren Jahren ehrenamtlich Tausende erkrankter Frauen als Initiatorin, Gründerin und 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Krank durch Brustimplantate – Wir helfen e.V.“ mit medizinischem und psychologischem Rat.
Frank Wittig studierte Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Psychologie an der Universität Mainz mit anschließender Promotion. Seit 1996 ist er als Autor und Redakteur in der Abteilung Wissenschaft des Südwestrundfunks beschäftigt. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter für Wissenschaftsjournalismus, Veranstaltungsmoderator (Technik, Medizin und Biowissenschaften) sowie Autor mehrerer Spiegel-Bestseller.
Dr. med. Andreas Meißner, seit über 20 Jahren niedergelassener Psychiater und Psychotherapeut in München, hat sich in etlichen Fachartikeln mit den Themen elektronische Patientenakte (ePA) und der dafür notwendigen Telematikinfrastruktur (TI) beschäftigt. In diesem Jahr ist auch ein Buch von ihm dazu veröffentlicht worden.
Nach ihren langjährigen Tätigkeiten als Tierärztin in eigener Praxis und Weiterbildungsdozentin für Tierärzte und tiermedizinische Fachangestellte, engagiert sich Dr. med. vet. Gaby Neumann seit 2017 hauptberuflich als Wissenschaftliche Referentin und Pressesprecherin bei „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ für die Abschaffung von Tierversuchen.
Adrian A. Wenzel hat nach seinem Musikstudium und Engagements in verschiedenen Kulturorchestern ein Studium der Humanmedizin an der TU-München absolviert, sowie zusätzlich eine Ausbildung in klassischer Homöopathie. Aktuell ist er in der allgemein-internistischen Abteilung eines der kleinsten Krankenhäuser Deutschlands im südöstlichen Oberbayern tätig und betreibt eine Privatpraxis für Homöopathie und Ganzheitsmedizin.
Dr. theol. Eugen Drewermann, Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller, wurde1966 zum Priester geweiht. 2005 trat er nach voriger Suspension als Priester aus der Kirche aus. Seitdem nimmt der gefragte Redner, überzeugte Pazifist und erfolgreiche Autor immer wieder kritisch Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen.
Musik war schon immer die große Leidenschaft von Partysänger Phil Spass aus Köln. Im Alter von 6 Jahren erlernte er das Orgelspiel und seit seinem zwölften Lebensjahr spielt er Klavier. Angefangen mit klassischen Kompositionen begann er noch als Kind eigene Lieder zu schreiben und zu singen.
Stephan Illi, ausgebildeter Landwirt, Agraringenieur und Organisationsentwickler, ist Vorstand der Kulturland-Genossenschaft, die Land für kleinere und mittlere Biohöfe sichert. Er war viele Jahre Vorstand im Demeter-Verband und Berater für Demeter-Höfe in Bayern.
Dr. phil. Mathias Jung, 1. Vorsitzender der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung, langjähriger Gestalttherapeut und Autor von über 60 Büchern zu Paartherapie, Sucht und Sinnsuche, spricht im Abschlussvortrag der Tagung über die Inhalte seines neuen Buchs „Segel setzen – Das Wunder der Wandlung“.
Dr. med. Jürgen Birmanns, Arzt im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V., und Dipl.-Psych. Hassan El Khomri, Psychologischer Psychotherapeut und Gesundheitsberater GGB, gestalten gemeinsam den traditionellen „Ärztlichen und Psychotherapeutischen Rat aus ganzheitlicher Sicht“. Darin gehen sie auf persönliche Fragen der Tagungsgäste zu Krankheit und Gesundheit ein und geben wertvolle Hinweise zu Prävention und ganzheitlichen Therapiemethoden.
Die Koblenzer Klinikclowns besuchen ehrenamtlich kranke Kinder im Krankenhaus und pflegebedürftige Menschen in Seniorenheimen, um Leichtigkeit und Lebensfreude in den normalen Alltag der Kliniken und Heime zu bringen. Das „Programm“ ist jedoch nicht einstudiert, sondern entsteht aus der jeweils vorgefundenen Situation durch Improvisation unter Einbezug der Kinder bzw. Senioren. Dafür besuchen die Mitglieder des Vereins regelmäßig Clownschulen in ganz Deutschland. Das Miteinander im Spiel mit den Clowns schafft eine gesundheitsfördernde Atmosphäre, aktiviert die Selbstheilungskräfte und unterstützt den physischen und psychischen Genesungsprozess.
Christof Jauernig, studierter Diplom-Betriebswirt und viele Jahre im Bankenbereich tätig, ist im Zuge einer Sinn- und Lebenskrise ein halbes Jahr mit dem Rucksack durch Südostasien gereist – ohne Plan für danach. Seit seiner Heimkehr ist er zum bundesweit tourenden multimedialen Erzähler und Autor geworden. In sechzig deutschen Städten hat er die Glücksmomente von über 1.000 Menschen eingesammelt.
Gebhard Rossmanith, Diplom-Ingenieur im Fachgebiet Gartenbau und nach dem Studium 20 Jahre praktizierender Demeter-Gärtner, war 2001 bis 2022 Vorstandsvorsitzender der Bingenheimer Saatgut AG und ist seit Juli 2022 selbstständig tätig als Berater für ökologisches Saatgut und Züchtung.
Ulla Holm-Cöllen, Diplom Pädagogin und Heilpraktikerin, und ihr Ehemann Michael Cöllen, Diplom-Psychologe und Begründer der Paar-Synthese, weisen in ihrem Vortrag „Wieviel Ich erträgt das Wir? – Die Not in der narzisstischen Paardynamik“ auf die Zunahme der krisenhaften Folgen von gesteigertem narzisstischem Selbstverständnis im Mikrokosmos des Paares und ebenso im Makrokosmos von Politik und Gesellschaft.
Petra Rösner, seit 1989 staatlich geprüfte und zertifizierte Diätassistentin und seit 2002 Gesundheits- und Kneippberaterin GGB, ist seit 2011 selbstständig, referierte mehr als 10 Jahre in der Hochgrat-Klinik Wolfsried im Allgäu zum Thema vitalstoffreiche Vollwertkost und ist zudem als Fachkraft für soziale Betreuung in der Behindertenhilfe tätig.
Prof. Dr. med. Jost Langhorst ist seit 2019 Chefarzt der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde am Klinikum Bamberg und hat seit 2020 den Stiftungslehrstuhl für Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen am Klinikum Bamberg inne.
Prof. Dr. Gerd Bosbach war nach seinem Mathematikstudium und seiner Promotion in Wirtschaftsstatistik als Politikberater in Bonn für das Statistische Bundesamt tätig, sowie für die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung. Seine Forschungsschwerpunkte als Professor waren Demografie-Irrtümer, die Finanzierung des Gesundheitswesens und Lügen mit Statistiken in unterschiedlichen Bereichen.
Ulrich Koch, Arzt mit Zusatzbezeichnung Homöopathie, ist in der Weiterbildung und Supervision homöopathischer Ärzte engagiert und setzt sich mithilfe zahlreicher Veröffentlichungen für eine zeitgemäße Verbreitung seines Spezialgebiets ein. Die derzeitige Diffamierung der Homöopathie im öffentlichen Diskurs sieht er als durch Interessengruppen motiviert und möchte dieser in seinem Vortrag „Homöopathie – Sanfte Heilkunde oder Pseudomedizin?“ mit einer kritischen Würdigung der aktuellen Studienlage begegnen.
Dr. phil. Mathias Jung, 1. Vorsitzender der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung, langjähriger Gestalttherapeut und Autor von über 60 Büchern zu Paartherapie, Sucht und Sinnsuche, spricht zum Thema „Der Froschkönig – Glück und Zähneklappern der Liebe“. Ausgehend von der Frage „Wie lernen wir Liebe?“ analysiert er das Märchen „Der Froschkönig“, eine turbulente Slapstickkomödie mit tragischen Untertönen, in der es um die Aufarbeitung kindlicher Traumata, neurotischer Beziehungsmuster und sexueller Störungen geht.
Prof. Dr. Antônio Andrioli, Agrartechniker mit Master in Erziehungswissenschaften und Berater des brasilianischen Bundesministeriums für Agrarentwicklung und Familienlandwirtschaft, kämpft seit Jahrzehnten für die Eindämmung der Gentechnologie mit ihren verheerenden Auswirkungen. Unter dem Titel „Gentechnik – Die patentierte Zerstörung“ wird er die Folgen der weitreichenden Expansion gentechnisch veränderter Organismen (GVOs) erläutern und aufzeigen, welchen massiven Einfluss wirtschaftliche Interessengruppen auf Wissenschaft, Gentechnikforschung und politische Entscheidungsträger haben.
Ellen Rohring, Fachanwältin für Steuerrecht, spezialisierte sich während der Corona-Zeit auf verwaltungsrechtliche und bußgeldrechtliche Verfahren rund um die Impfnachweispflicht. Aktuell betreut sie etwa 1000 Mandanten in diesem Bereich und wird in ihrem Vortrag „Masern-Nachweispflicht – Rechtslage und juristische Erfahrungsberichte aus der Praxis“ von Erkenntnissen und neuen Entwicklungen aus ihrer anwaltlichen Tätigkeit berichten.
Dr. med. Andres Bircher ist Ärztlicher Leiter des Medizinischen Zentrums Bircher-Benner in Braunwald, welches er gründete, um die herausragenden Erkenntnisse seines Großvaters Dr. med. Maximilian Bircher-Benner zu bewahren. Er wird die große Bedeutung der Lehre Bircher-Benners für eine moderne Medizin erläutern und mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bestätigen, welche entscheidende Rolle die Lebendigkeit der Nahrung in Verhütung und Therapie heutiger Krankheiten einnimmt. Unter dem Titel „Maximilian Bircher-Benner – Ein Leben auf der Suche nach der Wahrheit“ zeigt er Wege für ein neues Arzt-Sein und eine neue medizinische Wissenschaft auf.
Dr. med. Ronja Lutz, 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V., wirft in ihrem Vortrag „Der Welt-Zucker-Betrug – 6 Jahrzehnte zwischen Desinformation und Korruption“ ein Schlaglicht auf PR- und Korruptions-Kampagnen der Zuckerindustrie, die eine flächendeckende Aufklärung über die Gefahren des Fabrikzuckers erfolgreich verhindern. Unter einem Mantel aus Fehlinformation, Diffamierung und gezielter Bestechung versteckt die Zuckerindustrie bis heute die Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Fabrikzucker und der Entstehung zahlreicher schwerwiegender Erkrankungen.
Prof. Dr. Uwe Leprich, Mitgründer des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES), war jahrelang in den Bereichen Energiewende und Klimaschutz beratend für die Bundesregierung tätig. In seinem Beitrag „Patient Erde – Diagnose Klimafieber?“ wird er der Frage nachgehen, wie die Verbindung von Erderwärmung und zunehmenden Naturkatastrophen wissenschaftlich beurteilt und wie den damit verbundenen Herausforderungen und noch bestehenden Unsicherheiten Rechnung getragen werden kann. Nach dem Vortrag besteht für das Publikum vor Ort die Möglichkeit dem Referenten Fragen zu stellen.
Prof. Dr. Dominikus Bönsch, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, ist Vorstandsmitglied des Vereins MEZIS – Initiative „Mein Essen zahl‘ ich selbst“ e.V., der sich seit über zwei Jahrzehnten unermüdlich für Transparenz im Gesundheitswesen einsetzt. Unter dem Titel „Korruption im Gesundheitswesen – Mein Essen zahl‘ ich selbst!“ wird Prof. Bönsch vielfältige Mechanismen der Einflussnahme der Pharmaindustrie auf die alltägliche medizinische Praxis und das Verschreibungsverhalten von Ärztinnen und Ärzten erläutern.
Günter Wallraff, der bekannteste investigative Journalist Deutschlands, bildet den Auftakt unserer Gesundheitstage – der Mann, der von sich sagt: „Weiter werde ich mir unermüdlich Masken aufsetzen, mich suchen und in einem vor mir verbergen. Wenn ich mich gefunden habe, werde ich mich verlassen.“ Seit fast 60 Jahren deckt Günter Wallraff gesellschaftliche Missstände wie Ausbeutung, Rassismus oder Unterdrückung auf. In seinem Beitrag „Der Aufklärer – Im Einsatz für Menschenrechte und gegen Machtmissbrauch“ mit anschließendem Interview wird er Schlüsselmomente aus seiner langjährigen Tätigkeit als Enthüllungsjournalist teilen, mit welcher er laut „Spiegel“ die „Republik verändert“ und „Millionen von Menschen bewegt“ hat.
Dirk Gemein ist Soziologe, Philosoph und Achtsamkeit-Coach. Er arbeitet zudem als sozial-psychologischer TV-Experte für RTL und n-tv. Nach Aufenthalten in buddhistischen Klöstern in Thailand, Laos, Kambodscha, Frankreich und Deutschland, gründete er auf dem Klostergut Besselich in Urbar sein eigenes Achtsamkeits-Zentrum. Dort bietet er neben Seminaren auch Coaching für Unternehmen, vom DAX-Konzern bis hin zur KiTa, an.
Dr. phil. Mathias Jung wird ein Interview mit Dr. med. Jürgen Birmanns, Dipl.-Psych. Hassan El Khomri und Dr. med. Ronja Lutz führen.
Dr. med. Stefan Schmidt-Troschke ist antroposophisch orientierter Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. Von 2003 bis 2013 war er ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke. Mittlerweile arbeitet er in eigener Niederlassung und ist Geschäftsführer des Bürger- und Patientenverbandes GESUNDHEIT AKTIV e.V. Im Jahr 2018 hat er zudem das Bürger:innenbündnis „weil´s hilft – Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam“ initiiert und bemüht sich im Zusammenhang mit dieser Arbeit sowie seinem Amt als geschäftsführender Vorstand der Organisation Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. um bessere Bedingungen für eine am ganzen Menschen orientierte, integrative Medizin.
Birgit Schattling ist Balkonbotschafterin des Vereins „Natur im Garten International“, Veranstalterin von bislang zwölf Online-Bio-Balkon-Kongressen und Jurorin beim Pflanzwettbewerb „Deutschland summt!“. 2018 wurde ihr der Medienpreis der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. verliehen, 2017 und 2019 war sie für den „European Award for Ecological Gardening“ nominiert und ebenfalls im Jahr 2017 erhielt sie beim Grüne-Liga-Wettbewerb „Giftfreies Gärtnern“ einen Sonderpreis für Gärtnern auf kleinstem Raum.
Moritz Schad ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. Als Oberarzt leitet er die gastroenterologische Endoskopie an einem Klinikum der Maximalversorgung in Bayern. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG e. V.), im Klimaschutz-Netzwerk der Gesundheitsberufe Health for Future engagiert und gründete mit Kollegen 2019 dessen Ortsgruppe in Koblenz.
Dr. med. Ellis Huber, ehemaliger Präsident der Berliner Ärztekammer, leitet seit 2007 als Vorsitzender den Berufsverband der Präventologen e. V. mit einem umfassenden Bildungsangebot. Seit 1994 ist er zudem Mitglied im Vorstand des PARITÄTISCHEN, LV Berlin e. V., einem Netzwerk von 800 eigenständigen und gemeinnützige Organisationen aus Bereichen wie Bildung, Kinder-, Jugend-, Alten- und Familienhilfe, ambulante und stationäre Pflege, soziale und psychosoziale Versorgung sowie der Gesundheitsförderung und -versorgung.
StereoDrama ist eine 2007 gegründete deutsche Alternative Rock-Band aus Karlsruhe mit englischen und spanischen Texten, die bereits mehrere EPs und Alben veröffentlicht hat. Seit 2009 sind StereoDrama auf Bühnen in Deutschland und umliegenden Ländern unterwegs. Bereits zwei Mal tourten sie durch Ecuador, das Heimatland ihres Sängers Christian Gellibert.
Dr. phil. Notker Wolf OSB Abtprimas em. ist studierter Philosoph, Theologe und Naturwissenschaftler. 1968 wurde er zum Priester geweiht. Er war von 1977 bis 2000 Erzabt von St. Ottilien und gleichzeitig Abtpräses der weltweiten Ottilianer Benediktinerkongregation, sowie von 2000 bis 2016 Aptprimas der Benediktinischen Konföderation. Er ist Autor mehrerer Bestsellerbücher. Aktuell lebt er wieder in seinem Benediktinerorden in St. Ottilien.
Dr. med. Jürgen Birmanns, Arzt im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. und Dipl.-Psych. Hassan El Khomri, Psychologischer Psychotherapeut und Gesundheitsberater GGB, veranstalten gemeinsam den traditionellen „Ärztlichen und psychotherapeutischen Rat aus ganzheitlicher Sicht“. Darin gehen sie auf zahlreiche persönliche Fragen der Tagungsgäste ein und geben wertvolle Hinweise zu Prävention und ganzheitlichen Therapiemethoden.
Wenn man an chronische Schmerzen denkt, stehen die täglichen Schmerzen im Vordergrund. Der Schmerz jedoch ist ein Rudeltier und erscheint meist nicht allein, sondern bringt gleich einige Komplizen mit – die Begleiterscheinungen einer Erkrankung wie Angst, Schmerzgedächtnis, Ungewissheit und Co. Anfangs sind die Begleiterscheinungen nur Nebendarsteller, mit der Zeit jedoch nehmen sie immer wichtigere Rollen ein, bis sie das Geschehen im Leben „ihres“ Patienten bestimmen. Diese Komplizen lernte Samira Peseschkian in ihrer Zeit als Schmerzpatientin sehr gut kennen und stellte sich Fragen wie: Wie funktioniert überhaupt Schmerz? Was passiert im Gehirn, wenn ich Angst habe? Hat mein Körper mir vor Ausbrütung der Krankheit Warnzeichen gegeben?
Angst wurde hinsichtlich der Corona-Pandemie politisch-medial permanent geschürt! Aus welchen Gründen? Diese Panikmache hat in sehr vielen Menschen latente Ängste aus entwicklungspsychologischen Störungen und realen sozialen Belastungen aktiviert. Das hat zu einer massenpsychologischen Gesellschaftspathologie (Normopathie) geführt; mit den primitiven Abwehrmechanismen der Spaltung und Projektion mit zunehmender psychosozialer Destruktivität von Denunziation, Diffamierung, Hass und Hetze. „Beziehungskultur“ kann eine wesentliche Hilfe gegen Ängstigung und Spaltung sein!
Noch immer denken die meisten Menschen, Sie seien Ihren Genen und damit dem unbeeinflussbaren Erbe ihrer Eltern und Großeltern hoffnungslos ausgeliefert. Doch die neue Wissenschaft der Epigenetik lehrt: Unsere Gesundheit ist keine Frage des Schicksals. Wir sind keine Marionetten unserer Gene! Gesundheit ist ein Prozess, mit dem wir Tag für Tag, Stunde für Stunde in die Steuerung unserer Gene eingreifen. Dieser Prozess ist wandelbar und er enthält Botschaften, die über Generationsgrenzen hinweg reichen. Unsere Gesundheit hat also bereits bei den Großeltern begonnen, und wir geben sie an unsere Kinder und Enkel weiter.
Dr. Henning wird das Konzept und die Struktur des Lahnsteiner Heilwaldes darlegen und die medizinischen Informationen zur Prävention und Therapie, sofern schon vorhanden, verständlich erläutern. Der Wald ist nicht nur Patient, wie wir in letzter Zeit immer wieder hören, er ist auch Therapeut!
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet scheinbar grenzenlos und unaufhaltsam voran. Vor allen Dingen die sogenannten „digital natives“, die jungen Menschen, die bereits im jungen Alter den Umgang mit Smartphone, Tablet und Co pflegen, sind häufig schon als Jugendliche „handysüchtig“. Wie gehen wir zukünftig mit der Sucht unserer Kinder um? Was ist wichtig für die Gehirnentwicklung? Sacha Richter ist auf dem Weg zur Handysucht gewesen. Durch seine Arbeit an einem Buch und einem Film von Klaus Scheidsteger hat er sein Bewusstsein geändert und versucht, seinen Konsum auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren.
Ronja Lutz ist Ärztin und promoviert aktuell im Bereich der Medizinethik. Sie ist 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V. und 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Kunst gegen Kinderkrebs e. V. Seit 2018 arbeitet sie im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus insbesondere in der Öffentlichkeitsarbeit und als Referentin.
Margarete Herrig ist ausgebildete Musikpädagogin und freie Musikerin. In ihren solistischen Improvisationskonzerten bewegt sie sich als Grenzgängerin zwischen Performance, klassischer und experimenteller Musik. Mit klang-meditativen Elementen verzaubert sie ihr Publikum und entführt es in ferne Welten. Darüber hinaus begleitet sie als Auftrittscoach Menschen mit Auftrittsängsten und Lampenfieber aus Kunst, Kultur und Business hin zu einer begeisternden Performance.
In ihrem Vortrag wird Carina Wohlleben verschiedene Themen aus ihrem Buch „Die Welt ist noch zu retten“ ansprechen. Dabei geht es unter anderem um die Klimakrise und wie sie mit unserer Ernährung zusammenhängt, die Verschmutzung unserer Umwelt durch unser alltägliches Handeln, aber auch darum, was jede*r einzelne von uns tun kann, um die Welt zu retten.
Aus seiner langjährigen gynäkologischen Erfahrung wird Dr. med. Michael Krause über die Begleitung einer normalen Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbetts sprechen. Sein Fokus liegt dabei auf einer ganzheitlichen Perspektive, insbesondere unter dem Aspekt der vollwertig-vitalstoffreichen Ernährung. Sich daraus ergebende Vergleiche und Differenzen zur konventionellen/schulmedizinischen Geburtshilfe werden erläutert und diskutiert.
Bertram Verhaag wird seinen neuen Film „Wurzeln des Überlebens“ zeigen. Dieser begleitet fünf innovative Landwirt*innen, die sich das im Zuge der agrarwirtschaftlichen Industrialisierung beinahe vergessene bäuerliche Wissen der letzten Jahrtausende zu Nutze machen und es weiterentwickeln. Von der empathischen Milchbäuerin, die sich zur Mission gemacht hat, nie wieder die kläglichen Schreie eines von der Mutter getrennten Kalbs hören zu müssen, über den Bauern, der den Nutzen des Regenwurms für sich entdeckte, bis hin zum Tomatenkaiser, der mit seinen über 3000 verschiedenen Tomatensorten ein Monumentum der Artenvielfalt erschafft. Ihr Plädoyer: „Wir Bauern müssen selbstbewusster werden, uns nicht mehr alles gefallen lassen von der Politik und von der Wissenschaft!“
Wir alle werden von Kindheit an auf Denken, Konkurrenzkampf und Spezialwissen trainiert. Dabei verlieren wir meist die Verbindung zwischen Kopf und Seele. Wir sind oft von der Sprache unserer Seele, unseren Gefühlen und der Intuition abgeschnitten. Um diese Blockade zu überwinden, den rechten mit dem linken Hirnbereich wieder zu verbinden, möchte Dr. Simonis praktische Lösungen aufzeigen und mit Ihnen einüben.
Achim Clemens studierte Musik im Hauptfach Klavier an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Prof. Fritz Emonts und Prof. Ludger Maxsein. Schon während des Studiums besuchte er verschiedene Meisterklassen, u.a. bei Peter Feuchtwanger, Roberto Szidon und Rudolf Kehrer (Konservatorium Moskau). Nach Abschluss des Studiums schloss er ein Privatstudium bei Peter Feuchtwanger in London an (Herausgabe der Werke Peter Feuchtwangers –Noten und DVD). Er blickt auf langjährige Konzerttätigkeit solistisch und als Liedbegleiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und Skandinavien sowie verschiedene CD- und DVD-Produktionen zurück.
Oksana Köhn studierte in der Sowjetunion und Osnabrück Musik und Geschichtswissenschaften. Schon als Kind gewann sie etliche Preise in Klavierwettbewerben. Sie besuchte verschiedenen Meisterklassen bei Peter Feuchtwanger in London und Achim Clemens und produzierte CDs und DVDs.
„Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da.“ Mit diesen klaren schnörkellosen Worten formulierte der altgriechische Dichter Sophokles im 5. vorchristlichen Jahrhundert die Leitidee des Humanismus, einer tapferen Frau in den Mund gelegt, der Titelfigur Antigone. Humanismus ist Menschenfreundlichkeit. Und ohne religiösen Über- oder Unterbau zeigt Dr. Dr. Joachim Kahl hier auf, dass Menschsein ein kurzes Gastspiel ist, auf einem Staubkorn im Weltall. Es geht um tätig sein mit Anstand und Würde, mit Witz und Verstand und schließlich Abschied nehmen von allem, für immer, auch von uns selbst.
Olga Witt ist Autorin der Bücher »Ein Leben ohne Müll« und »Zero Waste Baby«. Neben ihrer Tätigkeit als Inhaberin von zwei Unverpackt-Läden in Köln »Tante Olga« und einem Onlineshop für Zero Waste-Spezialprodukte, arbeitet sie als Referentin, Aktivistin und Bloggerin (www.zerowastelifestyle.de). Sie ist Gründerin des Vereins Zero Waste Köln (www.zerowastekoeln.de) und Mutter von einem Zero Waste Baby.
Prof. Dr. phil. Irmtraud Tarr ist eine international anerkannte Konzertorganistin, Psychotherapeutin und Autorin. Sie hat zahlreiche Tonträger für Funk und Fernsehen bespielt. Die Aufnahmen, meist CDs, erfolgten beim Spiel auf historischen Orgeln. Seit 2014 ist sie außerdem Universitäts-Professorin an der renommierten Universität Mozarteum Salzburg mit Lehrstuhl für »Performance Science«. Unter ihren mehrfachen Auszeichnungen und Preisen erhielt sie 2003 die Verdienstmedaille in Silber der Stadt Rheinfelden für kulturelle Verdienste, 1992 weitere aus Bayern und 1998 aus Tschechien. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit umfasst die Promotion zum Dr. phil. (Universität Hamburg 1987), sowie eine Habilitationsschrift. Sie ist Autorin von inzwischen 34 Büchern, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.
Cornelia Stolze ist eine deutsche Biologin und Wissenschaftsjournalistin. Sie studierte an der Universität Tübingen und schloss 1993 als Diplom-Biologin ab. Anschließend arbeitete sie im Bereich Öffentlichkeitsarbeit am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und am Max-Planck-Institut für Biochemie in München-Martinsried, sowie als Wissenschaftsredakteurin bei »Die Woche« und bei der »Berliner Zeitung«. Seit 2002 ist sie als freie Autorin für »Der Stern«, »Die Zeit«, »Spiegel Online« und »Wirtschaftswoche« zu Themen aus den Bereichen Medizin, Biologie und Psychologie tätig
Prof. Dr. Maurizio Bach studierte an der Universität Hannover mit den Hauptfächern Soziologie und Politische Wissenschaften und promovierte (Dr. phil.) am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Seine Habilitation erfolgte im Fach Soziologie an der Universität Konstanz. Als Gastprofessor wirkte er in den USA, Zürich, Trento, Brasilien und Rom. Zurzeit ist er Ordinarius (em) für Soziologie an der Universität Passau und Seniorprofessor an der Europa Universität in Flensburg sowie Mitherausgeber der „Zeitschrift für Politik“ (ZfP).
Dr. med. Karin Michael ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und seit 2008 als Oberärztin der Kinderambulanz am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke tätig. Von 2014 – 2021 war sie zudem Schulärztin der Rudolf-Steiner-Schule in Bochum-Langendreer. Sie ist seit 2015 Co-Autorin des medizinisch-pädagogischen Ratgebers »Kindersprechstunde« und arbeitet als Dozentin in der Erzieher- und Lehrerbildung. Frau Dr. med. Karin Michael ist verheiratet und Mutter zweier Töchter.
Bertrand Stern über seinen Vortrag: „Stellen wir uns ein Gesundheitssystem vor, das nicht auf der ärztlichen Autorität und nicht auf der „Krankheit“ des „Patienten“ beruhte, sondern auf der Mündigkeit des grundsätzlich gesunden Subjekts und auf einem persönlichen und kulturellen (Selbst-)Verständnis, das einen kreativen Lebenssinn und eine Hygiene fördern würde: Wieviel Eigenartiges würde sich uns offenbaren!
Angst kann uns – auch unbewusst – beherrschen und passiv in der Opferrolle verharren lassen. Wie nehmen wir Angst wahr, was macht sie mit uns und vor allem, wie können wir ihr begegnen? Gemeinsam mit der Tierärztin und Mediatorin Dr. med. vet. Anita Idel spüren der Therapeut und Autor Dr. phil. Mathias Jung und der Psychologische Psychotherapeut Hassan El Khomri unseren Prägungen aus der Kindheit und unseren individuellen Lebenserfahrungen nach.
Pia Ziegler arbeitet seit 40 Jahren in der Klinik Lahnhöhe. Dort begann sie 1981 als Sekretärin von Dr. Max Otto Bruker und wurde 1982 als Schatzmeisterin in den Vorstand der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. gewählt. In diesem Rahmen lernte sie Ilse Gutjahr-Jung kennen, mit der sie in den folgenden Jahrzehnten über ihre bis heute fortgesetzte Vorstandarbeit in engem und regelmäßigem Kontakt stand. Seit der Gründung der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung im Jahr 1989 gehört sie dieser als Kuratoriumsmitglied an.
Gotthard Monreal ist Rechtsanwalt und seit Jahrzehnten eng mit dem Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus verbunden. Als im Jahr 1977 die Klinik Lahnhöhe eröffnet wurde, übernahm Dr. Bruker die Leitung. Gleichzeitig wurde Gotthard Monreal Anwalt der Klinik und lernte in dieser Funktion auch Ilse Gutjahr-Jung kennen. Seit Eröffnung des Bruker-Hauses im Jahr 1994 ist er dessen Rechtsbeistand.
In diesem Vortrag wird Dr. phil. Mathias Jung über das Leben und Lebenswerk seiner Ehefrau und jahrelangen Vorsitzenden der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V., Ilse Gutjahr-Jung, sprechen, die im Frühjahr dieses Jahres im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Anhand ihrer Biographie, die zusammen mit der Entstehungsgeschichte der GGB in Ilse Gutjahr-Jungs Buch „David gegen Goliath“ dokumentiert ist, wird Mathias Jung von zahlreichen Etappen eines bewegten Lebens, einem unermüdlichen Einsatz für ehrliche gesundheitliche Aufklärung und den großen Errungenschaften einer starken Frau berichten. Im Anschluss findet ein Interview mit Gotthard Monreal und Pia Ziegler, zwei jahrzehntelangen Weggefährten, statt, in dem sie einen bis zu den Anfängen der GGB zurückreichenden Einblick in Ilse Gutjahr-Jungs schöpferisches Leben und Wirken gewähren werden.
Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) versteht sich als ethische Marktwirtschaft, die nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz beruht, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation.


Daniela Djalali, Witwe von Dr. med. Mehdi Djalali, der die Haptonomie in seinem Beruf als Gynäkologe und Geburtshelfer jahrzehntelang praktiziert hat.
Mascha Kälicke, Hebamme und Mitarbeiterin von Dr. Djalali. Begleitete mit ihm viele Jahre haptonomische Geburten und machte ihre Ausbildung, wie Dr. Djalali auch, beim C.I.R.D.H (Internationales Zentrum zu Forschung und Entwicklung der Haptonomie) in Frankreich.
Kathrin Lösch und ihr Mann Felix hörten auf einer GGB Tagung einen Vortrag des Gynäkologen und Geburtshelfers Dr. med. Mehdi Djalali, der beide zutiefst berührte. Exakt neun Monate später wurde ihre erste Tochter Hanna geboren. Während der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit danach wurden sie von Dr. Djalali haptonomisch begleitet, was ihre Haltung gegenüber dem Menschen grundlegend und auf wunderbare Weise verändert hat. Die Erfahrungen aus dieser Begleitung schrieb Kathrin während Hannas ersten vier Lebensjahren nieder, woraus das Buch „Glückskinder“ entstand.
Impfungen gelten seit dem Reichsimpfgesetz von 1874 als fixer Bestandteil einer präventiven Medizin. Verfechter von Impfungen verweisen gerne auf eine 300-jährige Erfolgsgeschichte. Triebfeder waren Pockenepidemien. Zuerst in Form der sog. Inokulation von Pockenlymphe und am Ende des 18. Jahrhunderts durch die Jenner’sche Vakzination. Seither gelten Impfungen als Musterbeispiel einer erfolgreichen Krankheitsprävention. Aber was haben Impfungen wirklich bewirkt? Kann eine vorsätzliche Übertragung von Erregern und Giftstoffen die Gesundheit stärken? Wie sieht es mit dem Nutzen/Risiko-Quotienten aus. Kann man überhaupt davon sprechen, dass es ein gesichertes Impfprinzip gibt? Eine Spurensuche.
Alle reden von Klimaschutz – aber die Ernährung bleibt so gut wie außen vor. Doch gerade die fleischhaltige Ernährungsweise stellt mit die Hauptursache für die Gefährdung unseres blauen Planeten dar. Dr. Haferbeck wird in seinem Vortrag Einblicke in die tierischen Produktionsmethoden geben und Lösungsvorschläge machen. Die Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. sieht er hierbei seit Jahrzehnten auf dem richtigen Weg.
Aus neurowissenschaftlicher und entwicklungsbiologischer Sicht wird in diesem Beitrag nach den Erfahrungen gefragt, die Kinder und Jugendliche brauchen, um die in ihnen angelegten Potentiale, also ihre Talente und Begabungen entfalten zu können. Die für die Strukturierung des Gehirns wichtigsten Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche bei dem Versuch, ihre lebendigen Bedürfnisse zu stillen. Vor allem das Bedürfnis nach Verbundenheit, Nähe und Zugehörigkeit, aber auch das nach eigenen Gestaltungsmöglichkeiten und Autonomie sind unter den Bedingungen der zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhaltenden Maßnahmen nur schwer stillbar. Die möglichen Folgen dieser Erfahrungen für die weitere Entwicklung der Heranwachsenden und die Strukturierung ihres Gehirns werden in diesem Beitrag herausgearbeitet.
Die Biografie eines jeden Menschen ist als einzigartiger Erfindungsreichtum des jeweiligen individuellen Lebensweges exemplarischer Teil der historischen Menschheits-, Gattungs- und Kulturgeschichte, beispielhafter Ausdruck des mehr oder weniger gelungenen und strittigen Zusammenlebens aller Lebewesen. Ohne die Anderen könnten wir nicht sein und nicht verstehen, wie, warum und wer wir geworden sind, die wir sind. Die Lichtblicke unserer Hoffnung und die Schatten unserer Angst, das Dunkel der Vergangenheit und das Ungewisse der Zukunft, die Enge des Alltags und die Weite der Träume und Möglichkeiten sind der steinig-geschmeidige Weg, den aufrechten Gang zu üben.
2020 gab es wegen der staatlichen Lockdowns den weltweit größten Wirtschaftseinbruch der Neuzeit. Viele Millionen Menschen haben dadurch ihre Lebensgrundlage verloren. Gleichzeitig sind die Schulden auf einen neuen Rekordstand gestiegen und es wurde frisches Geld in nie dagewesenem Umfang gedruckt.
Die Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht – diesem Prinzip hat Prof. Dr. Trabert seine Arbeit verschrieben. Doch eine Selbstverständlichkeit ist das leider nicht. In seinem Vortrag verdeutlicht er die strukturelle Benachteiligung und Ausgrenzung vulnerabler Personengruppen in Deutschland. Denn nach seiner jahrzehntelangen Arbeit mit armen Menschen weiß er: Wer arm ist stirbt früher, denn Armut macht krank und Krankheit macht arm. Doch bei dieser Erkenntnis wird es Dr. Trabert nicht belassen. Er geht der Frage nach, was konkret praktisch und auf der strukturell-gesellschaftlichen Ebene verändert werden muss, um diese Benachteiligung von Menschen in unserer Gesellschaft sowohl im sozialen als auch im gesundheitlichen Versorgungskontext zu verbessern. Und ganz aktuell: Was müssen Politik und Zivilgesellschaft leisten, damit Einkommensarmut – und damit eine soziale Benachteiligung – in Corona-Pandemiezeiten nicht einen zusätzlicher Gesundheitsgefährdungsfaktor darstellt?
In seinem Vortrag wird Dr. von Treuenfels darüber sprechen, wie vieles von Zähnen, Mund und Kiefer abhängt und davon, dass die eingeatmete Luft und die aufgenommene Nahrung nicht nur gut vorbereitet, sondern auch adäquat verarbeitet werden. Er ist der Überzeugung, dass so manche körperliche und psychische Leiden sowie alltägliche Erkrankungen vermieden oder geheilt werden könnten, wenn Mund und Zähne besser gepflegt, genutzt (z.B. kauen) und behandelt werden würden. Dr. von Treuenfeld sieht einen Zusammenhang zwischen Störungen in diesem Schlüsselorgan mit verschiedensten körperlichen Beschwerden, wie Atem- und Schlafstörungen, Sprechfehlern, Magen-Darmproblemen, Übergewicht, Kiefer-, Kopf- und Rückenschmerzen (z.B. durch Zähneknirschen) bis hin zu verminderter Immunabwehr, Hörschwäche, Schwindel oder Abgeschlagenheit. So mancher Patient sei verblüfft, wenn er nach einer entsprechenden Therapie endlich wieder erholsam schlafen, richtig essen oder sich ohne Schmerzen bewegen könne.
1.Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. im Dr.-Max-Otto-Bruker Haus. Autorin und Co-Autorin zahlreicher Bücher, 25 Jahre lang Zusammenarbeit mit Dr. Max- Otto Bruker. Gemeinsam mit ihm Gründerin des Dr.-Max-Otto-Bruker Gesundheitszentrums
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