
Die Märchen der Zuckerindustrie gehen weiter
Vor kurzem wurde uns eine Mitteilung aus dem »Studienservice« der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) zugesandt, die unter der Überschrift »Kein Zusammenhang zwischen Zuckeraufnahme und Typ 2 Diabetes mellitus« erschien. Eine aktuelle Übersichtsarbeit solle die Annahme widerlegt haben, Zucker sei ursächlich an der Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 beteiligt.1 Wir haben uns das Ganze genauer angesehen.
Was steckt dahinter?
Die besagte Studie erschien im März 2025 in der Zeitschrift Advances in Nutrition und stammt von einer Forschungsgruppe rund um die amerikanische Wissenschaftlerin Dr. Karen Della Corte.2 Es handelt sich dabei um eine Meta-Analyse (Übersichtsarbeit) zur Dosis-Wirkungs-Beziehung verschiedener Arten und Quellen von Zucker und dem Risiko für die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2. Anhand von 29 Studien wurden die Auswirkungen des Konsums von zuckergesüßten Getränken, Fruchtsäften, Fruktose und Saccharose sowie die Höhe der Gesamtzuckeraufnahme und der Aufnahme zugesetzter Zucker untersucht.
Starke Risikoerhöhung durch zuckerhaltige Getränke
In der Auswertung zeigt sich eine deutliche Erhöhung des Diabetes-Risikos durch den regelmäßigen Verzehr zuckerhaltiger Getränke. Für die Bewertung von Getränken mit zugesetztem Zucker, wie Limonaden oder Cola, wurden Daten aus 17 Studien ausgewertet. Dabei ließ sich mit jeder zusätzlichen Portiona am Tag eine Risikoerhöhung um 25 % feststellen. Bei Fruchtsäften, für deren Bewertung Daten aus 14 Studien herangezogen wurden, war der Risikoanstieg weniger stark ausgeprägt, aber dennoch signifikant. Die Autoren und Autorinnen schlussfolgern, dass jegliche Aufnahme von Zucker durch Getränke eine Erhöhung des Risikos für die Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2 bewirkt und aus diesem Grund keine als gesundheitlich unbedenklich einzustufende Höchstmenge existiert.
Entsprechend kommt diese Übersichtsarbeit nicht – wie es die Überschrift der Meldung der WVZ suggeriert – zu dem Ergebnis, dass kein Zusammenhang zwischen Zuckeraufnahme und Diabetes mellitus Typ 2 besteht. Im Gegenteil: Für in Getränken enthaltenen Fabrikzucker wird ein starker positiver Zusammenhang beschrieben.
Schutz durch mehr Zucker?
Dennoch liefert die Studie auch Ergebnisse, die Zucker in einem guten Licht dastehen lassen und entsprechend in der Meldung der WVZ ausführlich beschrieben werden. Denn in Bezug auf die anderen untersuchten Arten und Definitionen von Zucker kommt die Meta-Analyse zu überraschenden Ergebnissen: Zwischen zugesetztem Zucker sowie Fruktose und dem Risiko für die Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2 wird kein Zusammenhang beschrieben und für Gesamtzucker und Saccharose sogar ein negativer Zusammenhang – also ein erniedrigtes Risiko durch eine höhere Zuckeraufnahme. Doch wie kommt es zu diesen Ergebnissen?
Gesamtzucker – geringe Aussagekraft
Für die Bewertung der Gesamtzuckeraufnahme wurden lediglich vier Studien untersucht, deren genauere Betrachtung das Ergebnis einer negativen Korrelation fraglich erscheinen lässt. Eine der vier Studien findet einen positiven Zusammenhang zwischen einer erhöhten Gesamtzuckeraufnahme und dem Diabetes-Risiko3, eine weitere findet lediglich für in die Studie einbezogene Männer einen geringfügig negativen und für Frauen ebenfalls einen positiven Zusammenhang4. Nur zwei der vier Studien tragen im Wesentlichen dazu bei, dass die Autoren und Autorinnen der Übersichtsarbeit zu dem Schluss kommen, eine hohe Gesamtzuckeraufnahme würde das Diabetes-Risiko senken. Interessanterweise kommen die Autoren und Autorinnen der beiden Studien selbst aber zu einem anderen Ergebnis: Beide schreiben, dass laut ihren Daten überhaupt kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Höhe des Gesamtzuckers und der Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 festgestellt werden kann.5,6 Hinzu kommt, dass die Ergebnisse einer dieser beiden Studien aufgrund eines ungünstigen Studiendesigns sowieso nur unter Vorbehalt verwendet werden sollten – eine Einordnung, die die Verfasser(innen) der Meta-Analyse selbst vornehmen. Aus diesem Grund sprechen sie ihrer Analyse zur Gesamtzuckermenge auch im Allgemeinen nur eine geringe Aussagekraft zu.
Saccharose – moderate Aussagekraft
Nicht viel anders sieht es bei einer genaueren Betrachtung der Untersuchung der Saccharose (Rohrzucker) aus. In diese Beurteilung wurden sieben Studien einbezogen. Eine davon ermittelt einen positiven Zusammenhang3, eine auch hier einen leicht negativen Zusammenhang bei Männern und einen positiven bei Frauen4. Zwei Studien können keinen (signifikanten) Zusammenhang feststellen.6,7
Somit bleiben nur drei Studien, die in der Auswertung der Übersichtsarbeit den Ausschlag für die Einordnung geben, eine erhöhte Saccharose-Aufnahme sei mit einem erniedrigten Diabetes-Risiko verbunden. Von diesen drei Studien betrachten zwei eine sehr eingeschränkte Gruppe an Menschen, und zwar nur Frauen zwischen 46 und 628 bzw. 55 und 69 Jahren9. In einer davon konnte kein definitiver Zusammenhang zwischen der Zuckeraufnahme und dem Diabetes-Risiko gefunden werden, lediglich für eine kleinere Untergruppe zeigte sich tatsächlich ein negativer Zusammenhang für Saccharose. Allerdings relativieren die Autor(innen) dieser Studie, Janket et al., das Ergebnis und weisen darauf hin, dass mögliche Messfehler und der relativ kurze Beobachtungszeitraum von 6 Jahren zu falschen Resultaten geführt haben könnten. Außerdem stellen sie aufgrund der eng gefassten Studiengruppe die Generalisierbarkeit ihrer Ergebnisse in Frage.8 Ähnliche Einschränkungen gelten auch für die zweite dieser beiden Erhebungen.
Im Gegensatz dazu stellt die letzte der sieben Studien zur Saccharose ausgerechnet bei den untersuchten Frauen keinen Zusammenhang fest – für Männer wird allerdings eine deutliche negative Korrelation angegeben.10 Dadurch trägt sie maßgeblich zu dem Ergebnis eines angeblich schützenden Effekts von Saccharose für Diabetes-Erkrankungen bei. Doch auch hier lohnt es sich, genauer hinzusehen. Die Verfasser(innen) dieser Veröffentlichung, Schulze et al., geben anders als die Autor(innen) der Meta-Analyse an, dass in ihrer Arbeit keine signifikante Assoziation zwischen der Saccharose-Aufnahme und dem Diabetes-Risiko gefunden werden konnte. Sie besprechen sogar explizit, dass bisherige Studien zu dieser Fragestellung widersprüchliche Ergebnisse geliefert hätten und dass die Beobachtung mancher Arbeiten, in denen eine negative Korrelation beschrieben wird, im Kontrast zu Ergebnissen aus Humanexperimenten und experimenteller Tierforschung stehen. Denn diese zeigten klar, dass eine hoch-saccharosehaltige Ernährung zu einer erniedrigten Insulin-Sensitivität (und damit einer potenziellen Entwicklung eines Diabetes mellitus) führe. Ihrer Ansicht nach könnte die Inkonsistenz über die verschiedenen Studien hinweg von den unterschiedlichen Auswirkungen natürlich vorkommender und zugesetzter Zucker herrühren.10
Diskutiert werden diese abweichenden Ergebnisse und Einordnungen in der Meta-Analyse nicht. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die sieben zur Bewertung der Saccharose genutzten Studien das Ergebnis der Übersichtsarbeit bei genauerer Betrachtung nicht unterstützen. Die Auswertung wird von den Autor(innen) der Meta-Analyse mit einer »moderaten« Aussagekraft bewertet.
Zugesetzter Zucker – geringe Aussagekraft
In die Beurteilung der Auswirkungen des zugesetzten Zuckers auf das Risiko der Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2 wurden lediglich zwei Studien einbezogen. Interessanterweise stammen beide von der gleichen Forschungsgruppe – noch dazu untersucht eine Studie eine Subkohorte (Untergruppe) der anderen Studie. Somit liegt hier eine gewisse Dopplung an Daten vor, die die allgemeine Aussagekraft schwächt.
Die Autor(innen) der Übersichtsarbeit geben für beide Arbeiten an, dass sie einen schwach negativen Zusammenhang mit dem Diabetes-Risiko ergeben und schlussfolgern, dass für zugesetzte Zucker keine signifikante Assoziation zu Diabetes mellitus Typ 2 vorliegt. Die Verfasser(innen) der Studien selbst, Olssen et al. und Ramne et al., beschreiben zwar einen negativen Zusammenhang zwischen Früchten und der Diabetes-Entstehung, aber einen positiven Zusammenhang, was den Verzehr von Süßigkeiten betrifft.7 Eine Assoziation zugesetzter Zucker im Allgemeinen ergab sich in ihren Untersuchungen nicht. Sie schlussfolgern daraus aber nicht, dass der Verzehr zugesetzter Zucker tatsächlich keine Auswirkung auf das Diabetes-Risiko hat, sondern erläutern, dass Ungenauigkeiten in der Datenerhebung, mögliche Korrelationen und nicht erfasste Veränderungen von Ernährungsgewohnheiten zu einer Verschleierung des Zusammenhangs geführt haben könnten.7,11
Fruktose – sehr geringe Aussagekraft
Die Bewertung der Auswirkungen der Fruktose auf das Diabetes-Risiko bezieht sich auf fünf Studien, von denen zwei einen positiven Zusammenhang3,9 und eine einen negativen Zusammenhang für Männer und einen positiven für Frauen angibt.4 Entsprechend spielen auch hier zwei Studien eine wesentliche Rolle für die Schlussfolgerung, dass es keine Assoziation zwischen der Aufnahme von Fruktose und der Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2 gäbe, indem sie die positiven Assoziationen der anderen Studien durch negative entkräften. In der Meta-Analyse erscheinen entsprechend beide mit einer negativen Korrelation.6,10 Laut den eigenen Angaben der jeweiligen Studien stellt jedoch nur eine der beiden tatsächlich eine signifikante negative Assoziation fest. Die Autoren dieser Studie, Ahmadi-Abhari et al., sehen darin jedoch keinen Grund für eine Entwarnung vor Zucker im Allgemeinen. Sie erklären, dass ihre Ergebnisse dadurch zustande gekommen sein könnten, dass Menschen mit einer Ernährungsweise, die reich an Obst und Gemüse ist, höhere Mengen an natürlich vorkommender Fruktose konsumieren und die schützende Wirkung entsprechend nicht durch die Aufnahme des Zuckers zustande kommt, sondern durch wertvolle begleitende Mikronährstoffe.6
In der Übersichtsarbeit wird die Auswertung zur Fruktose mit einem hohen Risiko für Ungenauigkeiten und einer sehr geringen Aussagekraft eingestuft.
Statement zur Signifikanz
Schlussfolgernd lässt sich also sagen, dass diese von den Verbänden der Zuckerindustrie gepriesene Übersichtsarbeit keine gute Grundlage für die Behauptung darlegt, Zucker sei nicht oder gar negativ mit der Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 assoziiert. Obwohl das bei einer genauen Prüfung der Veröffentlichung und dem zur Verfügung gestellten Begleitmaterial sowie den für die Analyse genutzten Studien ersichtlich wird, finden sich sowohl im Abstract der Übersichtsarbeit als auch in den ausführlichen Erläuterungen erstaunlich wenige Hinweise auf die eingeschränkte Validität.
So heißt es beispielsweise in einem vorangestellten »Statement zur Signifikanz«: »Diese Studie ist die erste, die eine umfassende Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Aufnahme von Zucker über die Nahrung und dem Risiko für Typ-2-Diabetes untersucht. Sie zeigt, dass Zucker aus Getränken […] das Risiko erhöht, während Gesamtzucker, Saccharose, Fruktose und zugesetzter Zucker inverse oder gar keine Assoziationen aufweisen. Diese Ergebnisse stellen die Annahme in Frage, dass alle Zuckerarten das Risiko für Typ-2-Diabetes gleichermaßen erhöhen.«2
Und auch gegenüber dem Westfälischen Anzeiger, der unter dem Titel »Ist Zucker gar nicht so schädlich?« einen Artikel über die Studie veröffentlichte12, soll der Letztautor der Übersichtsarbeit, Prof. Dennis Della Corte, geäußert haben: »Unsere Ergebnisse zeigen, dass Zucker, der in fester Nahrung enthalten ist – also nicht in Getränken –, kein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes darstellt. Das gilt sowohl für natürlich vorkommende als auch für zugesetzte Zucker.« Dabei wurde weder Zucker in fester Nahrung gezielt untersucht, noch gab es in der Betrachtung von Gesamtzucker, Saccharose und Fruktose eine Unterscheidung zwischen natürlich vorkommendem und zugesetztem Zucker.
Im Sinne der Industrie
Wieso also stellen die Autoren und Autorinnen dieser Übersichtsarbeit ihre Ergebnisse so dar, als läge in ihnen eine klare Entwarnung vor Zucker – auch vor Fabrikzucker –, solange dieser nicht über Getränke aufgenommen wird? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir eine ausführliche Recherche zu möglichen Interessenkonflikten durchgeführt und sind dabei auf zahlreiche Hinweise gestoßen.
Eine der Mitautorinnen, Prof. Anette E. Buyken, gibt in der Erklärung zu Interessenkonflikten selbst an, Gelder für Referententätigkeiten vom International Life Science Institute (ILSI) Europe erhalten zu haben.2 Dabei handelt es sich um eine Lobbyorganisation, die von Firmen wie Südzucker, Danone, PepsiCo und weiteren Süßwarenherstellern finanziert wird.13,14 In der Vergangenheit war Prof. Buyken sowohl Teil einer Expertengruppe des ILSI Europe als auch der ILSI Europe Carbohydrate Task Force und wirkte in dieser Funktion auch an entsprechenden wissenschaftlichen Arbeiten mit.15
Zudem ist sie, gemeinsam mit der Erstautorin Dr. Karen Della Corte, Mitglied des International Carbohydrate Quality Consortiums (ICQC), das von der Nutrition Foundation of Italy (NFI) ins Leben gerufen wurde.16,17 Bei dieser Stiftung handelt es sich ebenfalls um einen Zusammenschluss von Nahrungsmittelherstellern. Mitglieder sind unter anderem Ferrero, Coca-Cola, Danone und McDonalds.18 Die ICQC selbst ist mit hochkarätigen internationalen Wissenschaftlern besetzt – die meisten davon mit massiven Verbindungen zur Industrie.16,17,19 Alleine ihr Vorsitzender Prof. Dr. David Jenkins war bereits im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher Firmen vertreten, unter anderem bei Unilever, Coca-Cola, der Kellogg Company, Procter & Gamble und Herbalife International.17 Entsprechend wurde auch die Arbeit des ICQC bereits von zahlreichen Firmen finanziell unterstützt, so etwa Mondelēz International, Ferrero oder der Kellogg Company.17
Spannend ist außerdem ein Blick auf das Magazin, in dem die Meta-Analyse erschienen ist, Advances in Nutrition. Dabei handelt es sich um ein internationales Fachjournal, das von der American Society for Nutrition (ASN) herausgegeben wird. Und auch hier lässt sich ein direkter Bezug zur Industrie finden, denn als Sponsoren und Partner gibt die ASN zahlreiche Vertreter von Zucker- und zuckerverarbeitender Industrie an. Mit dabei sind unter anderem Nestlé, General Mills, Kraft Heinz Foods, Coca-Cola, The Sugar Association, Mondelēz International, PepsiCo und Unilever.20 Einer der Mitautoren der Meta-Analyse, Prof. James C. LeCheminant, ist als Gutachter für die ASN tätig,21 während ein weiterer Mitautor, Prof. Lukas Schwingshackl, Mitherausgeber von Advances in Nutrition ist.2
Die Narrative werden bedient
Und somit scheint es eine weitere Studie zu geben, die die Narrative der Zucker- und zuckerverarbeitenden Industrie bedient und dazu beiträgt, die echten Zusammenhänge zwischen dem Fabrikzuckerkonsum und der Entstehung ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten zu verschleiern. Denn auch wenn die dargestellten Erkenntnisse zu zuckerhaltigen Getränken sicherlich interessant sind, schmälert das die negativen Auswirkungen des Verzehrs von Fabrikzucker nicht. Aus ärztlicher Sicht liegt der entscheidende Unterschied nicht in der Konsistenz des Lebens- oder Nahrungsmittels, sondern darin, ob der aufgenommene Zucker im natürlichen Verbund mit den für seinen Abbau notwendigen Vitalstoffen vorliegt oder nicht.
Dr. med. Ronja Lutz
Dipl.-Soz. Gerold Tillinger
M. Sc. Johannes Lutz
Literatur
(1) Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. Kein Zusammenhang zwischen Zuckeraufnahme und Typ 2 Diabetes mellitus, 2025 PDF
(2) Della Corte, K. A.; Bosler, T.; McClure, C.; Buyken, A. E.; LeCheminant, J. D.; Schwingshackl, L.; Della Corte, D. Dietary Sugar Intake and Incident Type 2 Diabetes Risk: A Systematic Review and Dose-Response Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies. Advances in nutrition (Bethesda, Md.) 2025, 16 (5), 100413. DOI: 10.1016/j.advnut.2025.100413. Published Online: Mar. 21, 2025.
(3) Montonen, J.; Järvinen, R.; Knekt, P. et al. Consumption of sweetened beverages and intakes of fructose and glucose predict type 2 diabetes occurrence. The Journal of nutrition 2007, 137 (6), 1447–1454. DOI: 10.1093/jn/137.6.1447.
(4) Kanehara, R.; Goto, A.; Sawada, N. et al. Association between sugar and starch intakes and type 2 diabetes risk in middle-aged adults in a prospective cohort study. European Journal of Clinical Nutrition 2022 (76), 746–755. DOI: 10.1038/s41430-021-01005-1
(5) Sluijs, I.; Beulens, J. W. J.; van der Schouw, Y. T. et al. Dietary glycemic index, glycemic load, and digestible carbohydrate intake are not associated with risk of type 2 diabetes in eight European countries. The Journal of nutrition 2013, 143 (1), 93–99. DOI: 10.3945/jn.112.165605.
(6) Ahmadi-Abhari, S.; Luben, R. N.; Powell, N. et al. Dietary intake of carbohydrates and risk of type 2 diabetes: the European Prospective Investigation into Cancer-Norfolk study. The British journal of nutrition 2014, 111 (2), 342–352. DOI: 10.1017/S0007114513002298.
(7) Olsson, K.; Ramne, S.; González-Padilla, E. et al. Associations of carbohydrates and carbohydrate-rich foods with incidence of type 2 diabetes. The British journal of nutrition 2021, 126 (7), 1065–1075. DOI: 10.1017/S0007114520005140.
(8) Janket, S.-J.; Manson, J. E.; Sesso, H. et al. A prospective study of sugar intake and risk of type 2 diabetes in women. Diabetes Care. 2003 Apr; 26 (4): 1008 – 15. DOI: 10.2337/diacare.26.4.1008
(9) Meyer, K. A.; Kushi, L. H.; Jacobs, D. R. et al. Carbohydrates, dietary fiber, and incident type 2 diabetes in older women. The American journal of clinical nutrition 2000, 71 (4), 921–930. DOI: 10.1093/ajcn/71.4.921.
(10) Schulze, M. B.; Schulz, M.; Heidemann, C. et al. Carbohydrate intake and incidence of type 2 diabetes in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Potsdam Study. The British journal of nutrition 2008, 99 (5), 1107–1116. DOI: 10.1017/S0007114507853360.
(11) Ramne, S.; Drake, I.; Ericson, U. et al. Identification of Inflammatory and Disease-Associated Plasma Proteins that Associate with Intake of Added Sugar and Sugar-Sweetened Beverages and Their Role in Type 2 Diabetes Risk. Nutrients 2020, 12 (10). DOI: 10.3390/nu12103129.
(12) Dörlemann, Michael (2025): Ist Zucker gar nicht so schädlich? Neue Diabetes-Studie mit überraschendem Ergebnis. in: Westfälischer Anzeiger (wa.de), 09.06.2025, [online] https://www.wa.de/hamm/ueberraschende-diabetes-studie-ist-zucker-gar-nicht-so-schaedlich-hammer-veroeffentlicht-93771231.html
(13) Dr. Watson Der Food Detektiv. International Life Sciences Institute (Ilsi). https://food-detektiv.de/lexikon/?lex_search=International%20Life%20Sciences%20Institute%20(Ilsi)
(14) International Life Sciences Institute Europe. Our Members. https://ilsi.eu/community/our-members/.
(15) Universität Paderborn. Über Anette Buyken:Curriculum Vitae. https://www.uni-paderborn.de/person/65985/
(16) Augustin, L. S. A.; Kendall, C. W. C.; Jenkins, D. J. A. et al. Glycemic index, glycemic load and glycemic response: An International Scientific Consensus Summit from the International Carbohydrate Quality Consortium (ICQC). Nutrition, metabolism, and cardiovascular diseases : NMCD 2015, 25 (9), 795–815. DOI: 10.1016/j.numecd.2015.05.005.
(17) International Carbohydrate Quality Consortium – ICQC. About Us:Scientific Committee. https://www.carbquality.org/about-us/
(18) Nutrition Foundation of Italy – NFI. Mitgliederliste. https://nutrition-foundation.it/elenco-soci/
(19) International Carbohydrate Quality Consortium – ICQC. Conflicts of interest of ICQC members, 2019. https://www.carbquality.org/wp-content/uploads/2019/01/COIs.pdf.
(20) American Society for Nutrition – ASN. Sustaining Partners. https://nutrition.org/our-members/sustaining-partners/.
(21) Brigham Young University. James LeCheminant:Curriculum Vitae. https://ndfs.byu.edu/directory/james-lecheminant.
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Ellen Rohring, Fachanwältin für Steuerrecht, spezialisierte sich während der Corona-Zeit auf verwaltungsrechtliche und bußgeldrechtliche Verfahren rund um die Impfnachweispflicht. Aktuell betreut sie etwa 1000 Mandanten in diesem Bereich und wird in ihrem Vortrag „Masern-Nachweispflicht – Rechtslage und juristische Erfahrungsberichte aus der Praxis“ von Erkenntnissen und neuen Entwicklungen aus ihrer anwaltlichen Tätigkeit berichten.
Dr. med. Andres Bircher ist Ärztlicher Leiter des Medizinischen Zentrums Bircher-Benner in Braunwald, welches er gründete, um die herausragenden Erkenntnisse seines Großvaters Dr. med. Maximilian Bircher-Benner zu bewahren. Er wird die große Bedeutung der Lehre Bircher-Benners für eine moderne Medizin erläutern und mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bestätigen, welche entscheidende Rolle die Lebendigkeit der Nahrung in Verhütung und Therapie heutiger Krankheiten einnimmt. Unter dem Titel „Maximilian Bircher-Benner – Ein Leben auf der Suche nach der Wahrheit“ zeigt er Wege für ein neues Arzt-Sein und eine neue medizinische Wissenschaft auf.
Dr. med. Ronja Lutz, 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V., wirft in ihrem Vortrag „Der Welt-Zucker-Betrug – 6 Jahrzehnte zwischen Desinformation und Korruption“ ein Schlaglicht auf PR- und Korruptions-Kampagnen der Zuckerindustrie, die eine flächendeckende Aufklärung über die Gefahren des Fabrikzuckers erfolgreich verhindern. Unter einem Mantel aus Fehlinformation, Diffamierung und gezielter Bestechung versteckt die Zuckerindustrie bis heute die Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Fabrikzucker und der Entstehung zahlreicher schwerwiegender Erkrankungen.
Prof. Dr. Uwe Leprich, Mitgründer des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES), war jahrelang in den Bereichen Energiewende und Klimaschutz beratend für die Bundesregierung tätig. In seinem Beitrag „Patient Erde – Diagnose Klimafieber?“ wird er der Frage nachgehen, wie die Verbindung von Erderwärmung und zunehmenden Naturkatastrophen wissenschaftlich beurteilt und wie den damit verbundenen Herausforderungen und noch bestehenden Unsicherheiten Rechnung getragen werden kann. Nach dem Vortrag besteht für das Publikum vor Ort die Möglichkeit dem Referenten Fragen zu stellen.
Prof. Dr. Dominikus Bönsch, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, ist Vorstandsmitglied des Vereins MEZIS – Initiative „Mein Essen zahl‘ ich selbst“ e.V., der sich seit über zwei Jahrzehnten unermüdlich für Transparenz im Gesundheitswesen einsetzt. Unter dem Titel „Korruption im Gesundheitswesen – Mein Essen zahl‘ ich selbst!“ wird Prof. Bönsch vielfältige Mechanismen der Einflussnahme der Pharmaindustrie auf die alltägliche medizinische Praxis und das Verschreibungsverhalten von Ärztinnen und Ärzten erläutern.
Günter Wallraff, der bekannteste investigative Journalist Deutschlands, bildet den Auftakt unserer Gesundheitstage – der Mann, der von sich sagt: „Weiter werde ich mir unermüdlich Masken aufsetzen, mich suchen und in einem vor mir verbergen. Wenn ich mich gefunden habe, werde ich mich verlassen.“ Seit fast 60 Jahren deckt Günter Wallraff gesellschaftliche Missstände wie Ausbeutung, Rassismus oder Unterdrückung auf. In seinem Beitrag „Der Aufklärer – Im Einsatz für Menschenrechte und gegen Machtmissbrauch“ mit anschließendem Interview wird er Schlüsselmomente aus seiner langjährigen Tätigkeit als Enthüllungsjournalist teilen, mit welcher er laut „Spiegel“ die „Republik verändert“ und „Millionen von Menschen bewegt“ hat.
Dirk Gemein ist Soziologe, Philosoph und Achtsamkeit-Coach. Er arbeitet zudem als sozial-psychologischer TV-Experte für RTL und n-tv. Nach Aufenthalten in buddhistischen Klöstern in Thailand, Laos, Kambodscha, Frankreich und Deutschland, gründete er auf dem Klostergut Besselich in Urbar sein eigenes Achtsamkeits-Zentrum. Dort bietet er neben Seminaren auch Coaching für Unternehmen, vom DAX-Konzern bis hin zur KiTa, an.
Dr. phil. Mathias Jung wird ein Interview mit Dr. med. Jürgen Birmanns, Dipl.-Psych. Hassan El Khomri und Dr. med. Ronja Lutz führen.
Dr. med. Stefan Schmidt-Troschke ist antroposophisch orientierter Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. Von 2003 bis 2013 war er ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke. Mittlerweile arbeitet er in eigener Niederlassung und ist Geschäftsführer des Bürger- und Patientenverbandes GESUNDHEIT AKTIV e.V. Im Jahr 2018 hat er zudem das Bürger:innenbündnis „weil´s hilft – Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam“ initiiert und bemüht sich im Zusammenhang mit dieser Arbeit sowie seinem Amt als geschäftsführender Vorstand der Organisation Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. um bessere Bedingungen für eine am ganzen Menschen orientierte, integrative Medizin.
Birgit Schattling ist Balkonbotschafterin des Vereins „Natur im Garten International“, Veranstalterin von bislang zwölf Online-Bio-Balkon-Kongressen und Jurorin beim Pflanzwettbewerb „Deutschland summt!“. 2018 wurde ihr der Medienpreis der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. verliehen, 2017 und 2019 war sie für den „European Award for Ecological Gardening“ nominiert und ebenfalls im Jahr 2017 erhielt sie beim Grüne-Liga-Wettbewerb „Giftfreies Gärtnern“ einen Sonderpreis für Gärtnern auf kleinstem Raum.
Moritz Schad ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. Als Oberarzt leitet er die gastroenterologische Endoskopie an einem Klinikum der Maximalversorgung in Bayern. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG e. V.), im Klimaschutz-Netzwerk der Gesundheitsberufe Health for Future engagiert und gründete mit Kollegen 2019 dessen Ortsgruppe in Koblenz.
Dr. med. Ellis Huber, ehemaliger Präsident der Berliner Ärztekammer, leitet seit 2007 als Vorsitzender den Berufsverband der Präventologen e. V. mit einem umfassenden Bildungsangebot. Seit 1994 ist er zudem Mitglied im Vorstand des PARITÄTISCHEN, LV Berlin e. V., einem Netzwerk von 800 eigenständigen und gemeinnützige Organisationen aus Bereichen wie Bildung, Kinder-, Jugend-, Alten- und Familienhilfe, ambulante und stationäre Pflege, soziale und psychosoziale Versorgung sowie der Gesundheitsförderung und -versorgung.
StereoDrama ist eine 2007 gegründete deutsche Alternative Rock-Band aus Karlsruhe mit englischen und spanischen Texten, die bereits mehrere EPs und Alben veröffentlicht hat. Seit 2009 sind StereoDrama auf Bühnen in Deutschland und umliegenden Ländern unterwegs. Bereits zwei Mal tourten sie durch Ecuador, das Heimatland ihres Sängers Christian Gellibert.
Dr. phil. Notker Wolf OSB Abtprimas em. ist studierter Philosoph, Theologe und Naturwissenschaftler. 1968 wurde er zum Priester geweiht. Er war von 1977 bis 2000 Erzabt von St. Ottilien und gleichzeitig Abtpräses der weltweiten Ottilianer Benediktinerkongregation, sowie von 2000 bis 2016 Aptprimas der Benediktinischen Konföderation. Er ist Autor mehrerer Bestsellerbücher. Aktuell lebt er wieder in seinem Benediktinerorden in St. Ottilien.
Dr. med. Jürgen Birmanns, Arzt im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. und Dipl.-Psych. Hassan El Khomri, Psychologischer Psychotherapeut und Gesundheitsberater GGB, veranstalten gemeinsam den traditionellen „Ärztlichen und psychotherapeutischen Rat aus ganzheitlicher Sicht“. Darin gehen sie auf zahlreiche persönliche Fragen der Tagungsgäste ein und geben wertvolle Hinweise zu Prävention und ganzheitlichen Therapiemethoden.
Wenn man an chronische Schmerzen denkt, stehen die täglichen Schmerzen im Vordergrund. Der Schmerz jedoch ist ein Rudeltier und erscheint meist nicht allein, sondern bringt gleich einige Komplizen mit – die Begleiterscheinungen einer Erkrankung wie Angst, Schmerzgedächtnis, Ungewissheit und Co. Anfangs sind die Begleiterscheinungen nur Nebendarsteller, mit der Zeit jedoch nehmen sie immer wichtigere Rollen ein, bis sie das Geschehen im Leben „ihres“ Patienten bestimmen. Diese Komplizen lernte Samira Peseschkian in ihrer Zeit als Schmerzpatientin sehr gut kennen und stellte sich Fragen wie: Wie funktioniert überhaupt Schmerz? Was passiert im Gehirn, wenn ich Angst habe? Hat mein Körper mir vor Ausbrütung der Krankheit Warnzeichen gegeben?
Angst wurde hinsichtlich der Corona-Pandemie politisch-medial permanent geschürt! Aus welchen Gründen? Diese Panikmache hat in sehr vielen Menschen latente Ängste aus entwicklungspsychologischen Störungen und realen sozialen Belastungen aktiviert. Das hat zu einer massenpsychologischen Gesellschaftspathologie (Normopathie) geführt; mit den primitiven Abwehrmechanismen der Spaltung und Projektion mit zunehmender psychosozialer Destruktivität von Denunziation, Diffamierung, Hass und Hetze. „Beziehungskultur“ kann eine wesentliche Hilfe gegen Ängstigung und Spaltung sein!
Noch immer denken die meisten Menschen, Sie seien Ihren Genen und damit dem unbeeinflussbaren Erbe ihrer Eltern und Großeltern hoffnungslos ausgeliefert. Doch die neue Wissenschaft der Epigenetik lehrt: Unsere Gesundheit ist keine Frage des Schicksals. Wir sind keine Marionetten unserer Gene! Gesundheit ist ein Prozess, mit dem wir Tag für Tag, Stunde für Stunde in die Steuerung unserer Gene eingreifen. Dieser Prozess ist wandelbar und er enthält Botschaften, die über Generationsgrenzen hinweg reichen. Unsere Gesundheit hat also bereits bei den Großeltern begonnen, und wir geben sie an unsere Kinder und Enkel weiter.
Dr. Henning wird das Konzept und die Struktur des Lahnsteiner Heilwaldes darlegen und die medizinischen Informationen zur Prävention und Therapie, sofern schon vorhanden, verständlich erläutern. Der Wald ist nicht nur Patient, wie wir in letzter Zeit immer wieder hören, er ist auch Therapeut!
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet scheinbar grenzenlos und unaufhaltsam voran. Vor allen Dingen die sogenannten „digital natives“, die jungen Menschen, die bereits im jungen Alter den Umgang mit Smartphone, Tablet und Co pflegen, sind häufig schon als Jugendliche „handysüchtig“. Wie gehen wir zukünftig mit der Sucht unserer Kinder um? Was ist wichtig für die Gehirnentwicklung? Sacha Richter ist auf dem Weg zur Handysucht gewesen. Durch seine Arbeit an einem Buch und einem Film von Klaus Scheidsteger hat er sein Bewusstsein geändert und versucht, seinen Konsum auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren.
Ronja Lutz ist Ärztin und promoviert aktuell im Bereich der Medizinethik. Sie ist 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V. und 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Kunst gegen Kinderkrebs e. V. Seit 2018 arbeitet sie im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus insbesondere in der Öffentlichkeitsarbeit und als Referentin.
Margarete Herrig ist ausgebildete Musikpädagogin und freie Musikerin. In ihren solistischen Improvisationskonzerten bewegt sie sich als Grenzgängerin zwischen Performance, klassischer und experimenteller Musik. Mit klang-meditativen Elementen verzaubert sie ihr Publikum und entführt es in ferne Welten. Darüber hinaus begleitet sie als Auftrittscoach Menschen mit Auftrittsängsten und Lampenfieber aus Kunst, Kultur und Business hin zu einer begeisternden Performance.
In ihrem Vortrag wird Carina Wohlleben verschiedene Themen aus ihrem Buch „Die Welt ist noch zu retten“ ansprechen. Dabei geht es unter anderem um die Klimakrise und wie sie mit unserer Ernährung zusammenhängt, die Verschmutzung unserer Umwelt durch unser alltägliches Handeln, aber auch darum, was jede*r einzelne von uns tun kann, um die Welt zu retten.
Aus seiner langjährigen gynäkologischen Erfahrung wird Dr. med. Michael Krause über die Begleitung einer normalen Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbetts sprechen. Sein Fokus liegt dabei auf einer ganzheitlichen Perspektive, insbesondere unter dem Aspekt der vollwertig-vitalstoffreichen Ernährung. Sich daraus ergebende Vergleiche und Differenzen zur konventionellen/schulmedizinischen Geburtshilfe werden erläutert und diskutiert.
Bertram Verhaag wird seinen neuen Film „Wurzeln des Überlebens“ zeigen. Dieser begleitet fünf innovative Landwirt*innen, die sich das im Zuge der agrarwirtschaftlichen Industrialisierung beinahe vergessene bäuerliche Wissen der letzten Jahrtausende zu Nutze machen und es weiterentwickeln. Von der empathischen Milchbäuerin, die sich zur Mission gemacht hat, nie wieder die kläglichen Schreie eines von der Mutter getrennten Kalbs hören zu müssen, über den Bauern, der den Nutzen des Regenwurms für sich entdeckte, bis hin zum Tomatenkaiser, der mit seinen über 3000 verschiedenen Tomatensorten ein Monumentum der Artenvielfalt erschafft. Ihr Plädoyer: „Wir Bauern müssen selbstbewusster werden, uns nicht mehr alles gefallen lassen von der Politik und von der Wissenschaft!“
Wir alle werden von Kindheit an auf Denken, Konkurrenzkampf und Spezialwissen trainiert. Dabei verlieren wir meist die Verbindung zwischen Kopf und Seele. Wir sind oft von der Sprache unserer Seele, unseren Gefühlen und der Intuition abgeschnitten. Um diese Blockade zu überwinden, den rechten mit dem linken Hirnbereich wieder zu verbinden, möchte Dr. Simonis praktische Lösungen aufzeigen und mit Ihnen einüben.
Achim Clemens studierte Musik im Hauptfach Klavier an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Prof. Fritz Emonts und Prof. Ludger Maxsein. Schon während des Studiums besuchte er verschiedene Meisterklassen, u.a. bei Peter Feuchtwanger, Roberto Szidon und Rudolf Kehrer (Konservatorium Moskau). Nach Abschluss des Studiums schloss er ein Privatstudium bei Peter Feuchtwanger in London an (Herausgabe der Werke Peter Feuchtwangers –Noten und DVD). Er blickt auf langjährige Konzerttätigkeit solistisch und als Liedbegleiter in Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und Skandinavien sowie verschiedene CD- und DVD-Produktionen zurück.
Oksana Köhn studierte in der Sowjetunion und Osnabrück Musik und Geschichtswissenschaften. Schon als Kind gewann sie etliche Preise in Klavierwettbewerben. Sie besuchte verschiedenen Meisterklassen bei Peter Feuchtwanger in London und Achim Clemens und produzierte CDs und DVDs.
„Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da.“ Mit diesen klaren schnörkellosen Worten formulierte der altgriechische Dichter Sophokles im 5. vorchristlichen Jahrhundert die Leitidee des Humanismus, einer tapferen Frau in den Mund gelegt, der Titelfigur Antigone. Humanismus ist Menschenfreundlichkeit. Und ohne religiösen Über- oder Unterbau zeigt Dr. Dr. Joachim Kahl hier auf, dass Menschsein ein kurzes Gastspiel ist, auf einem Staubkorn im Weltall. Es geht um tätig sein mit Anstand und Würde, mit Witz und Verstand und schließlich Abschied nehmen von allem, für immer, auch von uns selbst.
Olga Witt ist Autorin der Bücher »Ein Leben ohne Müll« und »Zero Waste Baby«. Neben ihrer Tätigkeit als Inhaberin von zwei Unverpackt-Läden in Köln »Tante Olga« und einem Onlineshop für Zero Waste-Spezialprodukte, arbeitet sie als Referentin, Aktivistin und Bloggerin (www.zerowastelifestyle.de). Sie ist Gründerin des Vereins Zero Waste Köln (www.zerowastekoeln.de) und Mutter von einem Zero Waste Baby.
Prof. Dr. phil. Irmtraud Tarr ist eine international anerkannte Konzertorganistin, Psychotherapeutin und Autorin. Sie hat zahlreiche Tonträger für Funk und Fernsehen bespielt. Die Aufnahmen, meist CDs, erfolgten beim Spiel auf historischen Orgeln. Seit 2014 ist sie außerdem Universitäts-Professorin an der renommierten Universität Mozarteum Salzburg mit Lehrstuhl für »Performance Science«. Unter ihren mehrfachen Auszeichnungen und Preisen erhielt sie 2003 die Verdienstmedaille in Silber der Stadt Rheinfelden für kulturelle Verdienste, 1992 weitere aus Bayern und 1998 aus Tschechien. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit umfasst die Promotion zum Dr. phil. (Universität Hamburg 1987), sowie eine Habilitationsschrift. Sie ist Autorin von inzwischen 34 Büchern, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.
Cornelia Stolze ist eine deutsche Biologin und Wissenschaftsjournalistin. Sie studierte an der Universität Tübingen und schloss 1993 als Diplom-Biologin ab. Anschließend arbeitete sie im Bereich Öffentlichkeitsarbeit am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und am Max-Planck-Institut für Biochemie in München-Martinsried, sowie als Wissenschaftsredakteurin bei »Die Woche« und bei der »Berliner Zeitung«. Seit 2002 ist sie als freie Autorin für »Der Stern«, »Die Zeit«, »Spiegel Online« und »Wirtschaftswoche« zu Themen aus den Bereichen Medizin, Biologie und Psychologie tätig
Prof. Dr. Maurizio Bach studierte an der Universität Hannover mit den Hauptfächern Soziologie und Politische Wissenschaften und promovierte (Dr. phil.) am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Seine Habilitation erfolgte im Fach Soziologie an der Universität Konstanz. Als Gastprofessor wirkte er in den USA, Zürich, Trento, Brasilien und Rom. Zurzeit ist er Ordinarius (em) für Soziologie an der Universität Passau und Seniorprofessor an der Europa Universität in Flensburg sowie Mitherausgeber der „Zeitschrift für Politik“ (ZfP).
Dr. med. Karin Michael ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und seit 2008 als Oberärztin der Kinderambulanz am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke tätig. Von 2014 – 2021 war sie zudem Schulärztin der Rudolf-Steiner-Schule in Bochum-Langendreer. Sie ist seit 2015 Co-Autorin des medizinisch-pädagogischen Ratgebers »Kindersprechstunde« und arbeitet als Dozentin in der Erzieher- und Lehrerbildung. Frau Dr. med. Karin Michael ist verheiratet und Mutter zweier Töchter.
Bertrand Stern über seinen Vortrag: „Stellen wir uns ein Gesundheitssystem vor, das nicht auf der ärztlichen Autorität und nicht auf der „Krankheit“ des „Patienten“ beruhte, sondern auf der Mündigkeit des grundsätzlich gesunden Subjekts und auf einem persönlichen und kulturellen (Selbst-)Verständnis, das einen kreativen Lebenssinn und eine Hygiene fördern würde: Wieviel Eigenartiges würde sich uns offenbaren!
Angst kann uns – auch unbewusst – beherrschen und passiv in der Opferrolle verharren lassen. Wie nehmen wir Angst wahr, was macht sie mit uns und vor allem, wie können wir ihr begegnen? Gemeinsam mit der Tierärztin und Mediatorin Dr. med. vet. Anita Idel spüren der Therapeut und Autor Dr. phil. Mathias Jung und der Psychologische Psychotherapeut Hassan El Khomri unseren Prägungen aus der Kindheit und unseren individuellen Lebenserfahrungen nach.
Pia Ziegler arbeitet seit 40 Jahren in der Klinik Lahnhöhe. Dort begann sie 1981 als Sekretärin von Dr. Max Otto Bruker und wurde 1982 als Schatzmeisterin in den Vorstand der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. gewählt. In diesem Rahmen lernte sie Ilse Gutjahr-Jung kennen, mit der sie in den folgenden Jahrzehnten über ihre bis heute fortgesetzte Vorstandarbeit in engem und regelmäßigem Kontakt stand. Seit der Gründung der Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung im Jahr 1989 gehört sie dieser als Kuratoriumsmitglied an.
Gotthard Monreal ist Rechtsanwalt und seit Jahrzehnten eng mit dem Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus verbunden. Als im Jahr 1977 die Klinik Lahnhöhe eröffnet wurde, übernahm Dr. Bruker die Leitung. Gleichzeitig wurde Gotthard Monreal Anwalt der Klinik und lernte in dieser Funktion auch Ilse Gutjahr-Jung kennen. Seit Eröffnung des Bruker-Hauses im Jahr 1994 ist er dessen Rechtsbeistand.
In diesem Vortrag wird Dr. phil. Mathias Jung über das Leben und Lebenswerk seiner Ehefrau und jahrelangen Vorsitzenden der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V., Ilse Gutjahr-Jung, sprechen, die im Frühjahr dieses Jahres im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Anhand ihrer Biographie, die zusammen mit der Entstehungsgeschichte der GGB in Ilse Gutjahr-Jungs Buch „David gegen Goliath“ dokumentiert ist, wird Mathias Jung von zahlreichen Etappen eines bewegten Lebens, einem unermüdlichen Einsatz für ehrliche gesundheitliche Aufklärung und den großen Errungenschaften einer starken Frau berichten. Im Anschluss findet ein Interview mit Gotthard Monreal und Pia Ziegler, zwei jahrzehntelangen Weggefährten, statt, in dem sie einen bis zu den Anfängen der GGB zurückreichenden Einblick in Ilse Gutjahr-Jungs schöpferisches Leben und Wirken gewähren werden.
Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) versteht sich als ethische Marktwirtschaft, die nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz beruht, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation.


Daniela Djalali, Witwe von Dr. med. Mehdi Djalali, der die Haptonomie in seinem Beruf als Gynäkologe und Geburtshelfer jahrzehntelang praktiziert hat.
Mascha Kälicke, Hebamme und Mitarbeiterin von Dr. Djalali. Begleitete mit ihm viele Jahre haptonomische Geburten und machte ihre Ausbildung, wie Dr. Djalali auch, beim C.I.R.D.H (Internationales Zentrum zu Forschung und Entwicklung der Haptonomie) in Frankreich.
Kathrin Lösch und ihr Mann Felix hörten auf einer GGB Tagung einen Vortrag des Gynäkologen und Geburtshelfers Dr. med. Mehdi Djalali, der beide zutiefst berührte. Exakt neun Monate später wurde ihre erste Tochter Hanna geboren. Während der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit danach wurden sie von Dr. Djalali haptonomisch begleitet, was ihre Haltung gegenüber dem Menschen grundlegend und auf wunderbare Weise verändert hat. Die Erfahrungen aus dieser Begleitung schrieb Kathrin während Hannas ersten vier Lebensjahren nieder, woraus das Buch „Glückskinder“ entstand.
Impfungen gelten seit dem Reichsimpfgesetz von 1874 als fixer Bestandteil einer präventiven Medizin. Verfechter von Impfungen verweisen gerne auf eine 300-jährige Erfolgsgeschichte. Triebfeder waren Pockenepidemien. Zuerst in Form der sog. Inokulation von Pockenlymphe und am Ende des 18. Jahrhunderts durch die Jenner’sche Vakzination. Seither gelten Impfungen als Musterbeispiel einer erfolgreichen Krankheitsprävention. Aber was haben Impfungen wirklich bewirkt? Kann eine vorsätzliche Übertragung von Erregern und Giftstoffen die Gesundheit stärken? Wie sieht es mit dem Nutzen/Risiko-Quotienten aus. Kann man überhaupt davon sprechen, dass es ein gesichertes Impfprinzip gibt? Eine Spurensuche.
Alle reden von Klimaschutz – aber die Ernährung bleibt so gut wie außen vor. Doch gerade die fleischhaltige Ernährungsweise stellt mit die Hauptursache für die Gefährdung unseres blauen Planeten dar. Dr. Haferbeck wird in seinem Vortrag Einblicke in die tierischen Produktionsmethoden geben und Lösungsvorschläge machen. Die Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. sieht er hierbei seit Jahrzehnten auf dem richtigen Weg.
Aus neurowissenschaftlicher und entwicklungsbiologischer Sicht wird in diesem Beitrag nach den Erfahrungen gefragt, die Kinder und Jugendliche brauchen, um die in ihnen angelegten Potentiale, also ihre Talente und Begabungen entfalten zu können. Die für die Strukturierung des Gehirns wichtigsten Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche bei dem Versuch, ihre lebendigen Bedürfnisse zu stillen. Vor allem das Bedürfnis nach Verbundenheit, Nähe und Zugehörigkeit, aber auch das nach eigenen Gestaltungsmöglichkeiten und Autonomie sind unter den Bedingungen der zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhaltenden Maßnahmen nur schwer stillbar. Die möglichen Folgen dieser Erfahrungen für die weitere Entwicklung der Heranwachsenden und die Strukturierung ihres Gehirns werden in diesem Beitrag herausgearbeitet.
Die Biografie eines jeden Menschen ist als einzigartiger Erfindungsreichtum des jeweiligen individuellen Lebensweges exemplarischer Teil der historischen Menschheits-, Gattungs- und Kulturgeschichte, beispielhafter Ausdruck des mehr oder weniger gelungenen und strittigen Zusammenlebens aller Lebewesen. Ohne die Anderen könnten wir nicht sein und nicht verstehen, wie, warum und wer wir geworden sind, die wir sind. Die Lichtblicke unserer Hoffnung und die Schatten unserer Angst, das Dunkel der Vergangenheit und das Ungewisse der Zukunft, die Enge des Alltags und die Weite der Träume und Möglichkeiten sind der steinig-geschmeidige Weg, den aufrechten Gang zu üben.
2020 gab es wegen der staatlichen Lockdowns den weltweit größten Wirtschaftseinbruch der Neuzeit. Viele Millionen Menschen haben dadurch ihre Lebensgrundlage verloren. Gleichzeitig sind die Schulden auf einen neuen Rekordstand gestiegen und es wurde frisches Geld in nie dagewesenem Umfang gedruckt.
Die Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht – diesem Prinzip hat Prof. Dr. Trabert seine Arbeit verschrieben. Doch eine Selbstverständlichkeit ist das leider nicht. In seinem Vortrag verdeutlicht er die strukturelle Benachteiligung und Ausgrenzung vulnerabler Personengruppen in Deutschland. Denn nach seiner jahrzehntelangen Arbeit mit armen Menschen weiß er: Wer arm ist stirbt früher, denn Armut macht krank und Krankheit macht arm. Doch bei dieser Erkenntnis wird es Dr. Trabert nicht belassen. Er geht der Frage nach, was konkret praktisch und auf der strukturell-gesellschaftlichen Ebene verändert werden muss, um diese Benachteiligung von Menschen in unserer Gesellschaft sowohl im sozialen als auch im gesundheitlichen Versorgungskontext zu verbessern. Und ganz aktuell: Was müssen Politik und Zivilgesellschaft leisten, damit Einkommensarmut – und damit eine soziale Benachteiligung – in Corona-Pandemiezeiten nicht einen zusätzlicher Gesundheitsgefährdungsfaktor darstellt?
In seinem Vortrag wird Dr. von Treuenfels darüber sprechen, wie vieles von Zähnen, Mund und Kiefer abhängt und davon, dass die eingeatmete Luft und die aufgenommene Nahrung nicht nur gut vorbereitet, sondern auch adäquat verarbeitet werden. Er ist der Überzeugung, dass so manche körperliche und psychische Leiden sowie alltägliche Erkrankungen vermieden oder geheilt werden könnten, wenn Mund und Zähne besser gepflegt, genutzt (z.B. kauen) und behandelt werden würden. Dr. von Treuenfeld sieht einen Zusammenhang zwischen Störungen in diesem Schlüsselorgan mit verschiedensten körperlichen Beschwerden, wie Atem- und Schlafstörungen, Sprechfehlern, Magen-Darmproblemen, Übergewicht, Kiefer-, Kopf- und Rückenschmerzen (z.B. durch Zähneknirschen) bis hin zu verminderter Immunabwehr, Hörschwäche, Schwindel oder Abgeschlagenheit. So mancher Patient sei verblüfft, wenn er nach einer entsprechenden Therapie endlich wieder erholsam schlafen, richtig essen oder sich ohne Schmerzen bewegen könne.
1.Vorsitzende der Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V. im Dr.-Max-Otto-Bruker Haus. Autorin und Co-Autorin zahlreicher Bücher, 25 Jahre lang Zusammenarbeit mit Dr. Max- Otto Bruker. Gemeinsam mit ihm Gründerin des Dr.-Max-Otto-Bruker Gesundheitszentrums
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